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Wo der Weihnachtsmann in Görlitz schon angekommen ist

Die Görlitzer Familie Jander ist in Weihnachtsstimmung, trotz aller Widrigkeiten. Das kann jeder Passant sehen.

Weihnachtskutsche mit Pony und Lichterketten im Garten von Heiderose und Manfred Jander. Im Hintergrund die Pyramide.
Weihnachtskutsche mit Pony und Lichterketten im Garten von Heiderose und Manfred Jander. Im Hintergrund die Pyramide. © Martin Schneider

Es begann Ende der 1960-er Jahre. Seitdem schmücken Heiderose und Manfred Jander in Görlitz-Weinhübel jedes Jahr ihren Vorgarten sehr weihnachtlich. Und fast jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu - in der Regel selbst gebaut.

"Weihnachten ist für uns immer sehr feierlich und festlich", erklärt Manfred Jander. Das solle man auch draußen sehen. Zwar gestalten die Eheleute den Vorgarten in der Regel für sich selbst, aber sie haben nichts dagegen, wenn Menschen stehen bleiben und schauen.

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Autos fahren langsam vorbei

In der Adventszeit sind das sehr viele, haben die Janders inzwischen festgestellt. Die Mädchen und Jungen vom nur einen Steinwurf weit entfernten Kindergarten kommen gern vorbei. Aber auch Spaziergänger bleiben stehen und staunen. "Manchmal fahren Autos ganz langsam vorbei", erzählt Heiderose Jander. Die 66-Jährige war vor wenigen Jahren einmal sehr überrascht, als eine Karte und ein Päckchen Kaffee vor der Tür lagen. "Eine ältere Dame bedankte sich bei uns für den schönen weihnachtlichen Vorgarten, der ihr sehr gefällt und den sie sich immer wieder in der Adventszeit anschaut ", erzählt Frau Jander.

Anfangs schmückten Janders draußen einen Tannenbaum und versahen ihn mit Lichtern. "Das war die Zeit, als bei uns die Schwibbögen im Fenster gerade in Mode kamen, beleuchtete Weihnachtsbäume gab es draußen damals aber kaum", erinnert sich Manfred Jander. Dann kam ein Ponywagen dazu, in dem der Weihnachtsmann sitzt. Der Wagen wurde eigentlich von Janders beiden Ponys gezogen, aber es war nicht das richtige Gefährt für die Vierbeiner. Also kam der Wagen in der Weihnachtszeit in den Garten und wurde geschmückt, später auch beleuchtet.

Krippe im Vorgarten von Familie Jander.
Krippe im Vorgarten von Familie Jander. ©  Foto: Gabriela Lachnit

Pyramide mit Märchenfiguren

Die Weihnachtspyramide ist eine Anregung aus der Görlitzer Landeskron-Siedlung. Dort sah Manfred Jander eine und baute danach selbst eine Pyramide, die sich auch dreht. Auf den Weihnachtsbaum als Gestaltungselement verzichtete er dabei nicht. Und anders als bei klassischen Modellen schmücken Märchenfiguren die Pyramide.

Die Weihnachtsbäume aus den Anfängen gibt es jetzt nicht mehr im Vorgarten - sie wären mittlerweile zu groß. Also werden geschlagene Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt. Auch eine Krippe ist zu sehen, dazu beleuchtete Schneemänner, Rehe mit Futterkrippe und weiteres. Mittlerweile ist die Beleuchtung auf LED umgestellt. "Das spart Strom", erklärt Manfred Jander. Mit Zusatzkosten beim Stromverbrauch von etwa 25 Euro rechnet er jetzt pro Weihnachtssaison. Aber das leistet sich die Familie trotz eines schmalen Einkommens. Manfred Jander ist seit Langem Invalidenrentner, wie er sagt.

Das Ehepaar hat viel Freude an seiner Weihnachtsdekoration. Das handwerkliche Geschick bekamen beide Eheleute offenbar in die Wiege gelegt, einige Vorfahren waren Handwerker. Der 70-jährige Ehemann ist eigentlich gelernter Bohrwerksdreher. Seine handwerklichen Fertigkeiten vervollkommnete er, indem er früher oft nach Feierabend und später in der Freizeit mit Holz arbeitete. Ihre Vorliebe für umfangreiche Weihnachtsdekorationen hat das Ehepaar Jander übrigens an seine drei mittlerweile erwachsenen Kinder vererbt.

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