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Vom Daunenmantel zum T-Shirt-Wetter

Vom schneereichen Winter bis zu Temperatursprüngen und schönstem Frühlingswetter war alles dabei im Februar in Görlitz. Auch ein Rekord.

Im Bienenhotel am Görlitzer Friedhofseingang herrschte bis Mitte des Monats auch Ruhe. Am Monatsanfang war es noch sehr kalt.
Im Bienenhotel am Görlitzer Friedhofseingang herrschte bis Mitte des Monats auch Ruhe. Am Monatsanfang war es noch sehr kalt. © H. Brettschneider

Fast 40 Grad Temperaturunterschied: Am wärmsten war es in Görlitz am 25. Februar mit 17 Grad. Auf den niedrigsten Wert fiel das Thermometer am 10. Februar: minus 17,6 Grad. Überhaupt, der Februar war ein Monat der Gegensätze. Ganz so ungewöhnlich ist das aber nicht, erklärt Anja Juckeland, Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig.

Es ging schon deutlich kälter im Februar in Görlitz. Monats-Minus-Rekordhalter ist der 9. Februar 1956 mit -30,8 Grad, erzählt Anja Juckeland.

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Wärmerekorde in der Oberlausitz

Gleicher Ort zwei Wochen später: Die ersten Krokusse auf dem neuen Friedhof in Goerlitz.
Gleicher Ort zwei Wochen später: Die ersten Krokusse auf dem neuen Friedhof in Goerlitz. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Mit dem Maximalwert von 17,6 Grad hat der Februar dieses Jahres aber doch einen Rekord geknackt. Den hatte vorher in Görlitz der 25. Februar 1990 mit 15,9 Grad inne. Ein sachsenweiter Rekord aber ist es nicht. "In Meißen zum Beispiel ging das Thermometer auf über 20 Grad rauf", erzählt Anja Juckeland. Ebenso etwa in Bad Muskau. Auch hier ein Februar-Maxi-Rekord: 20,6 Grad am 25. Februar. Davor war für einen ganzen Tag lang der 24. der Rekordhalter: 19,9 Grad. Und davor war es der 24. Februar 2008 mit 17,8.

Insgesamt war der Februar in Görlitz leicht zu mild. Die Durchschnittstemperatur, also alle Stundentemperaturen des Monats zusammengenommen, lag bei 0,2 Grad. Üblich nach langjährigem Mittel wären -0,4 Grad. "Wir hatten das komplette Programm", sagt Anja Juckeland. Los ging der Monat mit Tiefdruckgebieten aus südwestlicher Richtung. Als diese sich beruhigten, zog polare Kaltluft vom Osten herein. Die höchste Schneedecke gab es, gemessen an der Görlitzer Wetterstation, ebenfalls am 10. Februar mit neun Zentimetern. Zur Monatsmitte setzte dann Tauwetter ein.

Es wird wieder kühler

Insgesamt war es wieder etwas zu trocken. Der Februar gehört generell nicht zu den niederschlagsreichen Monaten, erklärt Anja Juckeland. Das langjährige Mittel in Görlitz liegt bei 36,8 Litern pro Quadratmeter. Im vergangenen Februar waren es nur knapp 30. Bedeutet aber auch: Es gab viel Sonnenschein, aber keinen Rekord: 104,5 Stunden. Üblich für Februar wären um die 76 Stunden.

In den kommenden Tagen erwartet der DWD im Görlitzer Raum wechselnde Temperaturen. Am Dienstag und Mittwoch könnten sie, so die aktuelle Prognose, auf zehn, dann bis 13 oder 14 Grad steigen. Nachts werden Abkühlungen bis minus zwei oder drei Grad erwartet. Richtung Wochenende sinken die Temperaturen wieder. Viel Regen soll nicht dabei sein.

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