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Drei Lolas für "Fabian"

In zehn Kategorien ging der in Görlitz gedrehte Film ins Rennen. Zu den großen Gewinnern zählte er aber nicht.

Schauspieler Tom Schilling war erst vor Kurzem in Görlitz - zur Premiere von "Fabian"
Schauspieler Tom Schilling war erst vor Kurzem in Görlitz - zur Premiere von "Fabian" © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Bester Spielfilm, beste Regie, bestes Drehbuch, beste weibliche Hauptrolle, beste Kamera, bestes Szenenbild, bester Schnitt, bestes Maskenbild - "Fabian oder der Gang vor die Hunde" war am Freitag in gleich zehn Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert.

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Fabian-Dreh vorm Görlitzer Kaufhaus.
Fabian-Dreh vorm Görlitzer Kaufhaus. © Nikolai Schmidt

Der Film wurde im Sommer 2019 zu großen Teilen in Görlitz gedreht. Produzent war Felix von Boehm, Regie führte Dominik Graf. Vor der Kamera standen unter anderem Tom Schilling als Fabian, Saskia Rosendahl als seine Freundin Cornelia, Albrecht Schuch als sein bester Freund Labude. Gedreht wurde beispielsweise am Viadukt, in der Louis-Braille-Straße, auf der Berliner Straße, Jakobstraße, vorm Jugendstilkaufhaus am Demianiplatz und zahlreichen anderen Orten.

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Großer Gewinner war ein anderer Film

Allerdings, den Preis für das beste Szenenbild ging an einen anderen Film, "Tides". Großer Gewinner des Abends in Berlin war "Ich bin dein Mensch" von Regisseurin Maria Schrader, die für die beste Regie sowie das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Auch der Preis für die beste weibliche Hauptrolle ging an "Ich bin dein Mensch", an Maren Eggert. Der Film erhielt die goldene Lola für den besten Spielfilm.

Silber aber ging an "Fabian". Außerdem wurde "Fabian" für die beste Kamera, geführt von Hanno Lentz, und den besten Schnitt durch Claudia Wolscht ausgezeichnet.

In die Kinos kam "Fabian" dieses Jahr. Ende August waren Tom Schilling und Felix von Boehm in Görlitz zur hiesigen Premiere.

Tom Schilling und Produzent Felix von Boehm am Set auf der Berliner Straße, wo leerstehende Geschäfte plötzlich wieder gefüllt waren.
Tom Schilling und Produzent Felix von Boehm am Set auf der Berliner Straße, wo leerstehende Geschäfte plötzlich wieder gefüllt waren. © Matthias Wehnert

Im vergangenen Jahr wurde der Deutsche Filmpreis Lola aufgrund der Corona-Pandemie im Fernsehen verliehen, eine Gala gab es nicht. Dieses Jahr sind rund 1.200 Gäste nach Berlin eingeladen - alle mussten am Freitagnachmittag zum Coronatest.

Zum Auftakt mahnte Schauspieler und Präsident der Deutschen Filmakademie Ulrich Matthes zu mehr Gesprächsbereitschaft und Solidarität in der Gesellschaft, und erinnerte an die zurückliegenden anderthalb Jahre. Die Pandemiezeit habe die einen mehr, die anderen weniger betroffen, "einige von uns hat diese Pandemie wirklich existenziell bedrohlich getroffen."

Zeitweise lag die Filmbranche komplett brach. Produktionen, an denen nicht nur vor der Kamera Menschen zusammenkommen, sondern an denen auch hinter der Kamera viele mitwirken, waren zeitweise nicht möglich. Aus diesem Grund entstand in Görlitz etwa das Filmbüro, um Produktionen auch in Krisenzeiten zu unterstützen. (mit dpa)

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