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Alstom: Görlitzer ist Chef des Gesamtbetriebsrates

René Straube vertritt seit fast fünf Jahren die Interessen der Mitarbeiter des Görlitzer Waggonbaus. Jetzt trägt er auch deutschlandweit Verantwortung.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (li.) und der damalige Görlitzer Bombardier-Betriebsratsvorsitzene René Straube bei einem Interview vor dem Werkstor. Nun ist er Chef des Gesamtbetriebsrates.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (li.) und der damalige Görlitzer Bombardier-Betriebsratsvorsitzene René Straube bei einem Interview vor dem Werkstor. Nun ist er Chef des Gesamtbetriebsrates. © Nikolai Schmidt

René Straube steht seit Anfang 2017 an der Spitze des Betriebsrates des Görlitzer Waggonbaus. Jetzt wählten ihn die Gesamtbetriebsräte zum Vorsitzenden des neuen Gesamtbetriebsrates der Alstom-Gruppe in Deutschland. Zusammen mit Stefan Lüer wird sich Straube diese Aufgabe teilen. Lüer ist Vize-Betriebsratschef in Salzgitter. Die Wahl war nötig geworden, nachdem Alstom von Bombardier die Werke übernommen hatte.

René Straube folgte 2017 auf Volker Schaarschmidt als Vorsitzender des Görlitzer Betriebsrates, außerdem stand er zuletzt auch schon bei Bombardier dem Gesamtbetriebsrat vor.

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Straube fordert in einer ersten Stellungnahme nach seiner Wahl von Alstom den Erhalt aller Standorte in Deutschland, indem festgeschrieben wird, welche Anteile sie bei einem Auftrag übernehmen. "Alstom muss die richtigen Produkte entwickeln und mit innovativen Fahrzeugkonzepten auf diesem Markt bestehen", erklärt Straube. "Das bedeutet: Alstom muss in die Standorte investieren: in Digitalisierung, Automatisierung und vor allem in die entsprechende Qualifizierung der Beschäftigen".

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In seinem Heimatwerk Görlitz ist Straube mit großer Verunsicherung in der Belegschaft angesichts einer dünnen Auftragslage konfrontiert. Nach einem massiven Stellenabbau, der vor allem Leiharbeiter betraf, aber auch Ausgliederungen umfasste, sind jetzt nur noch rund 900 Mitarbeiter im Görlitzer Waggonbau beschäftigt, der damit auch seinen Rang als größter Industriebetrieb in Görlitz an Birkenstock verloren hat.

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