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Erster Investor für Görlitzer Gewerbegebiet

In Schlauroth entwickelt die Stadt ein völlig neues Areal für Unternehmen. Jetzt gibt es die erste Ansiedlung. Die Firma ist nicht unbekannt.

Bei Feuerwehrautos kennt sich Andreas Neu und seine Brandschutztechnik Görlitz GmbH aus. Das Foto zeigt ihn auf dem Firmengelände an der Kahlbaumalle in Görlitz.
Bei Feuerwehrautos kennt sich Andreas Neu und seine Brandschutztechnik Görlitz GmbH aus. Das Foto zeigt ihn auf dem Firmengelände an der Kahlbaumalle in Görlitz. ©  Archiv/Pawel Sosnowski

Seit mehr als zehn Jahren versucht die Stadt Görlitz zusätzliche Gewerbeflächen zu entwickeln. Ursprünglich suchte man entlang der Autobahn A4 nach Eigentümern, die dafür ihr Gelände verkaufen sollten. Doch es fand sich niemand bereit. So entschied sich die Stadt, das Gelände des ehemaligen Bahngeländes in Schlauroth zu entwickeln. Jetzt wird der erste Bauabschnitt entwickelt und das Gelände scheint sowohl für Neuansiedlungen als auch für Erweiterungen interessant zu sein.

Die Brandschutztechnik Görlitz GmbH will sich erweitern und wird dazu einer der ersten Investoren im neuen Gewerbegebiet Schlauroth werden. An diesem Donnerstag soll der Stadtrat die entsprechenden Flächen an das Görlitzer Unternehmen veräußern. Noch ist nicht klar, wie hoch der Kaufpreis ausfällt. Dazu sind noch Vermessungsarbeiten nötig, die im Oktober stattfinden sollen. Um aber dem Unternehmen Sicherheit zu geben, legt die Bauverwaltung der Stadt schon jetzt diesen Beschluss dem Stadtrat vor.

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Wo einst die Bahn das Gelände in Schlauroth nutzte, kommen nun neue Unternehmen. 
Wo einst die Bahn das Gelände in Schlauroth nutzte, kommen nun neue Unternehmen.  © Nikolai Schmidt
Verfallene Bahngebäude in Görlitz werden zu einem neuen Gewerbe-Standort entwickelt.
Verfallene Bahngebäude in Görlitz werden zu einem neuen Gewerbe-Standort entwickelt. © Nikolai Schmidt

Umzug von der Neiße nach Schlauroth

Die Brandschutztechnik GmbH befindet sich derzeit an der Dr.-Kahlbaum-Allee. Ihr Ursprung reicht bis 1864 zurück. Zu DDR-Zeiten gehörte das damalige „Feuerlöschgerätewerk Görlitz“ als „Werk 7“ zu Robur. Unternehmer Andreas Neu gründete 1992 die Brandschutztechnik Görlitz GmbH, die vier Jahre darauf vom Magirus-Konzern übernommen wurde. Als der Konzern 2012 dann seine Feuerwehr-Sparte konzentrierte, löste Andreas Neu das Görlitzer Werk aus dem Konzernverbund heraus und führt es seitdem als Familienbetrieb. Das Unternehmen hat am Standort Görlitz 70 Mitarbeiter und produziert jedes Jahr 160 bis 180 Feuerwehrfahrzeuge. Zum Vergleich: In Deutschland werden jährlich 350 bis 400 neue Feuerwehrfahrzeuge benötigt. Bis nach Brasilien, Jordanien oder Russland hat die Firma schon exportiert.

2019 bereits Übernahme eines Löbauer Betriebes

Im vergangenen Jahr übernahm die Brandschutztechnik GmbH die Löbauer Firma Spezialfahrzeugbau von der Fahrzeugbau-Firma Guggemos mit 15 Mitarbeitern. In Löbau entstehen Fahrzeuge für die Logistikbranche, etwa Getränketransporter, oder sie erhalten dort besondere Aufbauten.

An ihrem künftigen neuen Standort will die Brandschutztechnik bereits ab Mitte 2021 produzieren. Langfristiges Ziel, so heißt es in der Vorlage für den Stadtrat, sei die Verdopplung von Umsatz und Zahl der Arbeitsplätze.

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