merken
PLUS Görlitz

Wohin mit dem alten Weihnachtsbaum?

Weihnachten ist vorbei. Die Tanne kann man auf unterschiedliche Art entsorgen. Dabei ist einiges zu beachten.

Das gesellige Verbrennen nicht mehr benötigter Weihnachtsbäume erfreut sich zunehmender Beliebtheit - dieses Jahr fällt es wegen der Corona-Pandemie aus.
Das gesellige Verbrennen nicht mehr benötigter Weihnachtsbäume erfreut sich zunehmender Beliebtheit - dieses Jahr fällt es wegen der Corona-Pandemie aus. © Archivbild: Rolf Ullmann

Aus manchen guten Stuben ist der geschmückte Weihnachtsbaum schon verbannt. Doch bei den meisten bleibt er mindestens bis zum Dreikönigstag am 6. Januar stehen. Wohin aber danach mit dem nadelnden Exemplar?

Für den Landkreis Görlitz gibt es eine einfache Lösung: Der Landkreis kümmert sich um die Entsorgung des Weihnachtsbaums. Die Kosten dafür sind in der Abfallgebühr enthalten.

Elbgalerie Riesa
Hier macht Shoppen glücklich!
Hier macht Shoppen glücklich!

"Alles bekommen. In Riesa." – dieses Motto lebt die Elbgalerie Riesa.

Nur "abgeräumte" Bäume werden mitgenommen

"Weihnachtsbäume mit einer Länge von bis zu zwei Metern werden bis zum 31. Januar am Leerungstag des Bioabfallbehälters mit entsorgt", erklärt Julia Bjar, die Sprecherin des Landkreises. Eine kleine Mühe müssen sich die Menschen aber machen: Die Bäume können nur ohne Lametta und sonstigen Baumschmuck entsorgt werden. Sie müssen unmittelbar neben dem zu entleerenden Bioabfallbehälter bereitgestellt werden. Es ist aber auch möglich, den Baum selbst zu zerkleinern und in die Biotonne zu geben.

Die Weihnachtsbäume werden in der Regel mit einem separaten Fahrzeug zeitverzögert abgefahren, informiert die Sprecherin weiter. Alternativ kann der Baum auf einen Kompostplatz gegen Gebühr angeliefert werden. Wann der nächste Leerungstag für die Biotonne ansteht, ist dem Abfallkalender zu entnehmen, den alle Haushalte im Kreis vor dem Jahresende zugestellt bekamen.

Weihnachtsbäume für hochwertigen Kompost

Im Bereich des ehemaligen Landkreises Niederschlesische Oberlausitz (NOL) ist die Niederschlesische Entsorgungsgesellschaft (NEG) für die Abfallentsorgung zuständig, für den Südkreis ist es die Entsorgungsgesellschaft Görlitz-Löbau-Zittau (EGLZ). Beide Unternehmen holen die Weihnachtsbäume ab. Die EGLZ liefert sie an Veolia zum Kompostplatz in Lawalde, wo sie geschreddert und kompostiert werden.

Andreas Lysk, Geschäftsführer der NEG, informiert, dass das Unternehmen die Bäume nicht nur einsammelt, sondern auch selbst schreddert und kompostiert. Die ehemaligen Weihnachtsbäume werden Bestandteil eines Kompostes, der mit RAL-Gütezeichen hergestellt wird. Dieses Gütezeichen signalisiert dem Verbraucher eine besonders hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Dieser hochwertige Kompost wird vermarktet - er wird verkauft und sorgt in vielen Bereichen für die Verbesserung des Bodens.

Baumbrennen fällt aus

Vielerorts etablierte sich das Weihnachtsbaumbrennen als Brauchtumspflege, wo bei Feuerwehren die alten Bäume in geselliger Runde bei Bratwurst und Glühwein verbrannt wurden. Wegen der Corona-Pandemie rät die Feuerwehr in diesem Jahr davon ab, sagt Kreisbrandmeister Björn Mierisch. Den Baum selbst auf dem eigenen Grundstück zu verbrennen, ist verboten.

Und so bleibt als Alternative zur Entsorgung durch den Landkreis, den Weihnachtsbaum zerkleinert oder geschreddert auf den eigenen Komposthaufen im Garten zu entsorgen.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Löbau lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz