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Zeuge beobachtet Einbrecher – Festnahme auf frischer Tat

Die Täter schlugen in Nieder Seifersdorf zu. Dabei trug der mittlere der Täter eine bemerkenswerte "Tarnung". Davon ließ sich der Zeuge jedoch nicht beeindrucken.

Symbolbild
Symbolbild © Silas Stein/dpa

Ein aufmerksamer Zeuge hat am Donnerstagabend an der Hauptstraße in Nieder Seifersdorf drei Einbrecher beobachtet und die Polizei alarmiert. Kurz darauf klickten die Handschellen – die Uniformierten nahmen drei Tatverdächtige auf frischer Tat fest.

Wie Polizeisprecher Kai Siebenäuger mitteilt, beobachtete der Hinweisgeber einen Transporter, wie er vor einem leerstehenden Gebäude hielt und zwei Personen mit Rucksäcken aus dem Fahrzeug stiegen. Kurz darauf hörte er das Geräusch einer zu Bruch gehenden Scheibe.

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Mehrere Polizisten fuhren zum Einsatzort und stellten kurze Zeit später drei Tatverdächtige im Alter von 34, 46 und 49 Jahren. Die drei Deutschen hatten bereits eine Halle aufgebrochen. Im Rucksack des Jüngsten fanden die Beamten etwa fünf Gramm einer "drogenähnlichen Substanz" und stellten diese sicher, so Siebenäuger.

Auch bei dem Ältesten und im Fiat Ducato wurden die Ordnungshüter fündig. Mehrere kleine Cliptüten mit kristallinen Substanzen, Tabletten, zwei Joints, Marihuana, Reagenzgläser und eine antike Geldkassette behielten sie als Beweismittel ein. Am Gebäude hatten sich die Täter bereits Diebesgut zum Abtransport bereitgestellt. Mehrere Türklinken und Messinggriffe waren in Tüten deponiert.

Ermittlung wegen drei Tatvorwürfen

Ein Test bei dem 49-jährigen Fahrer des Transporters verlief positiv auf Amphetamine. Die Uniformierten ordneten eine Blutentnahme an und verboten ihm weiterzufahren. Der Diebstahlschaden beträgt 100 Euro, der Sachschaden 500 Euro. Der örtliche Kriminaldienst ermittelt nun wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls, der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Fahrens unter Drogeneinwirkung.

Bei der Tat trug der mittlere der Täter ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Polizei“. "Möglicherweise tat er dies bewusst, um potenzielle Zeugen in den Glauben zu versetzen, dass die Polizei im Einsatz wäre und alles seine Richtigkeit hat. Der Zeuge ließ sich davon offenbar nicht beeindrucken und verständigte umgehend den Notruf", sagt der Polizeisprecher. (SZ)

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