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Neueröffnung am polnischen Neiße-Ufer

In Zgorzelec öffnet das Restaurant "Honighimbeere" wieder. Die Pandemie stellt die Inhaberin vor Probleme, die auch Gaststätten in Görlitz kennen.

Von Gabriela Lachnit
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Monika Swacha ist die Inhaberin des Restaurants "Miódmaliny". Nach großem Umbau werden die Gäste im edlen Design empfangen - hier der Spiegelsaal im ersten Stock.
Monika Swacha ist die Inhaberin des Restaurants "Miódmaliny". Nach großem Umbau werden die Gäste im edlen Design empfangen - hier der Spiegelsaal im ersten Stock. © Martin Schneider

Nach großem Umbau öffnet das Restaurant "Miodmaliny", die Honighimbeere, am Sonntag wieder. Monika Swacha und ihr Mann Arkadiusz Swacha betreiben es am Ufer der Neiße im polnischen Zgorzelec unweit der Altstadtbrücke, die Görlitz und Zgorzelec verbindet. Manches ist anders als in deutschen Gaststätten, aber ein Problem ist überall gleich.

"Es war schwer, gutes Personal zu bekommen", erklärt Monika Swacha. Denn wie in Görlitz auch suchten sich viele Beschäftigte aus der Gastronomie in der Pandemie eine andere Arbeit. Die 45-Jährige und ihr Mann (50) betreiben seit 16 Jahren auch das Espresso-Restaurant in Zgorzelec und seit einigen Jahren "Mjodmaliny" in der Nähe vom Jakob-Böhme-Haus.

Außenaufnahme des Restaurans Miódmaliny, deutsch Honighimbeere, an der Neiße in Zgorzelec.
Außenaufnahme des Restaurans Miódmaliny, deutsch Honighimbeere, an der Neiße in Zgorzelec. © Martin Schneider
Restaurant im Erdgeschoss.
Restaurant im Erdgeschoss. © Martin Schneider
Monika Swacha, Inhaberin des Restaurants Miódmaliny. Hinter ihr ist die kleine Küche zu sehen, in der Spezialitäten frisch zubereitet werden, auch der Steinofen befindet sich hier.
Monika Swacha, Inhaberin des Restaurants Miódmaliny. Hinter ihr ist die kleine Küche zu sehen, in der Spezialitäten frisch zubereitet werden, auch der Steinofen befindet sich hier. © Martin Schneider
Im klimatisierten Weinregal lagern Weine aller Art.
Im klimatisierten Weinregal lagern Weine aller Art. © Martin Schneider

Familienunternehmen mit Hang zum Regionalen

Ende 2019 startete das Wirtspaar den Umbau in der Honighimbeere. Dann kam Corona. "Da beschlossen wir, nicht nur eine größere Renovierung zu machen, sondern gleich einen großen Umbau", erzählt Monika Swacha in perfektem Deutsch. Kein Wunder, lebte sie doch sieben Jahre mit Mann und Kindern in der Nähe von Frankfurt/Main. 2002 kam die Familie zurück nach Zgorzelec, wo sie auch heute lebt. Zwei Kinder arbeiten im Restaurant mit, die 16-jährige Tochter geht noch zur Schule.

Als Familienunternehmen wollen Monika Swacha und ihr Mann mit vielen Angeboten, die es sonst selten gibt, Gäste ins Restaurant locken. Zwei Speisekarten - eine für den Tag und eine Abendkarte wird es geben. Darauf stehen polnische und internationale Gerichte. Ein in Polen aus dem TV bekannter Koch wird mindestens bis Jahresende in der Honighimbeere kochen. "Von ihm werden die anderen Köche viel lernen", ist Monika Swacha überzeugt.

Bauern aus dem Zgorzelecer Umkreis liefern Käse, der im Lokal in speziellen Gerichten verarbeitet wird. Honig in -zig Varianten, darunter auch mit Himbeeren, wird zum Kauf angeboten. Die Spezialmischungen stellen Monika Swacha und ihr Team genauso selbst her wie sie auch Lein-, Kürbiskern- und Schwarzkümmelöl selbst kalt pressen und verkaufen. Auch Kuchen und Torten kommen aus eigener Produktion.

Stammgäste warten schon lange auf Neueröffnung

Vieles davon wird in der neuen Küche hergestellt, die sich in der dritten Etage des denkmalgeschützten und nun klimatisierten Hauses befindet. Für Speisen gibt es einen Aufzug. Für den kommenden Sonntag sind zur Eröffnung viele eingeladen, die beim Umbau mithalfen und natürlich Neugierige aus Zgorzelec und Görlitz. "Wir haben viele Stammgäste ", sagt Monika Swacha, "die warten schon lange auf die Neueröffnung, die wegen der Pandemie verschoben wurde." Am Montag startet der reguläre Gaststättenbetrieb. Geöffnet ist täglich 11.30 bis 22.30 Uhr.