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Görlitz

Görlitzer ASB sammelt Spielzeug

Zweimal im Jahr ist Spielzeugausgabe an bedürftige Kinder. Dafür benötigen die Ehrenamtlichen beim ASB jetzt Unterstützung.

Wenn das Spielzeug vom Strand ausgedient hat, freut sich vielleicht ein anderes Kind darüber. Der Görlitzer Samariter-Bund sammelt für bedürftige Familien.
Wenn das Spielzeug vom Strand ausgedient hat, freut sich vielleicht ein anderes Kind darüber. Der Görlitzer Samariter-Bund sammelt für bedürftige Familien. © dpa

In diesem Jahr ist alles anders. Auch die Spielzeugausgabe an bedürftige Kinder. Zu denen lädt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Görlitz zweimal im Jahr ein: gewöhnlich vor dem Kindertag am 1. Juni  und vor Weihnachten. Den Kindertag mussten die Kinder diesmal ohne neues Spielzeug vom ASB feiern.

Denn coronabedingt wurde die Ausgabe verschoben. "Sie fand erst im Juli unter besonderen Hygiene- und Abstandsregeln statt, als das wieder erlaubt war", informiert Iliana Strauß. Sie und Petra Möller sind ehrenamtlich beim ASB für die Spielzeugausgabe zuständig. 

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Nächste Ausgabe im November

Rechtzeitig vor den jeweiligen Ausgaben der Spielsachen informiert der ASB mit Aushängen in Kitas und Flyern in sozialen Einrichtungen über den nächsten Termin. Der ist übrigens am 26. November, 14 bis 18 Uhr, und einen Tag später 10 bis 14 Uhr in der Hospitalstraße 21 in Görlitz.

Doch bis es soweit ist, müssen erst wieder Spielsachen gesammelt werden. "Abgeben kann man hier in der Hospitalstraße beim ASB gut erhaltene Spielsachen, Puppen, Bücher, Kinder-CD und mehr, allerdings aus hygienischen Gründen keine Plüschtiere", berichtet Petra Möller. Zwar macht sie mit Iliana Strauß bis Ende August erst einmal Urlaub, aber die Kollegen beim ASB nehmen die Spielsachen gern entgegen. Möglich ist das Montag bis Donnerstag zwischen 11 und 14 Uhr.

Weniger Spielzeug wegen Corona

Bei der Spielzeugausgabe muss die Bedürftigkeit nachgewiesen werden, zum Beispiel mit einem Hartz-IV-Bescheid. Spielzeug abgeben dagegen kann jedermann. "Manchmal kommen Eltern mit ihren Kindern und bringen gemeinsam etwas. Dann ist häufig zu sehen, dass die Kinder sich gern von manchen Sachen trennen", erklärt Frau Strauß. Ob das daran liegt, dass sie zu Hause zu viel Spielzeug haben oder großzügig sind und anderen Kindern eine Freude machen wollen, das findet die Ehrenamtliche nicht immer heraus. "Manchmal ist auch einfach etwas übrig, wenn das Kinderzimmer aufgeräumt wird", ergänzt Frau Möller.

Manchmal allerdings könnte es etwas mehr sein, aus dem sich die Kinder bei der Ausgabe etwas aussuchen können. "Corona wirkt sich auch hier aus", sagt Frau Strauß. Erst gab es Kontaktbeschränkungen und Schließzeiten. Jetzt, im Sommer, sei vielleicht nicht die Zeit zum Aussortieren da. Doch bis November ist noch Zeit und die beiden Ehrenamtlichen bleiben zuversichtlich, dass dann für bedürftige Kinder wieder genug Spielsachen da sind.

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