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Löbau

Görlitzer hilft bei Zittauer Bewerbung

Werbetexter Axel Krüger schreibt derzeit am Kulturhauptstadt-Bewerbungsbuch. Das Bewerbungsmotto und der rote Faden für 2025 stehen fest.

Das Zittauer Team ist durchaus Kulturhauptstadt-erprobt: Projektchef Kai Grebasch (2. v. li.) war schon in Görlitz mit dabei. Axel Krüger (3. v. re.) sowieso. Außerdem gehören dazu (v. li.): Schauspielintendantin Dorotty Szalma, Jenny Böttcher, Viktoria R
Das Zittauer Team ist durchaus Kulturhauptstadt-erprobt: Projektchef Kai Grebasch (2. v. li.) war schon in Görlitz mit dabei. Axel Krüger (3. v. re.) sowieso. Außerdem gehören dazu (v. li.): Schauspielintendantin Dorotty Szalma, Jenny Böttcher, Viktoria R ©  Rafael Sampedro

Das Motto lautet: 365° Leben. Unter diesem Motto wird sich die Stadt Zittau gemeinsam mit der Region und dem Dreiländereck von Deutschland, Tschechien und Polen um den Kulturhauptstadt-Titel 2025 bewerben. Das hat Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) am Mittwoch bekannt gegeben. „Das Motto passt perfekt auf unsere regionale Bewerbung,“ erklärt er. „Es symbolisiert 360 Grad europäisches Leben an 365 Tagen im Jahr.“ Den Kreis als Symbol findet der OB sehr passend. Er sei vor allem für die Region ein Symbol, sagt er. „Wir wollen deutlich machen, dass wir eben nicht am Rande, am Ende oder irgendwo in der hintersten Ecke liegen.“ Der OB ist überzeugt davon, dass Zittau im Wettbewerb mit den anderen, viel größeren Bewerberstädten die besten Chancen hat: Nirgendwo sei Europa deutlicher zu erleben wie hier im Dreiländereck. Das findet auch Schauspielintendantin Dorotty Szalma, die die künstlerische Leitung im Bewerberteam übernommen hat: „Was wir gut können, ist, Europa zu leben“ sagt sie. „Das können wir besser, als die EU sich das nur wünschen kann.“

Dorotty Szalma hat maßgeblich am Programm für das Titeljahr mitgearbeitet. Auch dessen roter Faden ist seit Mittwochmittag offiziell – und ebenfalls der Mathematik entlehnt: „12 Monate + 12 Länder + 12 Themenfelder = 365°Programm“. Es ist deshalb vorgesehen, 2025 jeden Monat einem europäischen Nachbarland Deutschlands zu widmen. Zu den neun Nachbarstaaten kommen noch Slowenien als Ausrichterland der zweiten Europäischen Kulturhauptstadt 2025, Georgien als Vertreter der möglichen kommenden EU-Mitglieder und Deutschland selbst. „Wir wollen die Länder einladen, bei uns zu Gast zu sein, jeden Monat ein anderes Gastland“, sagt Dorotty Szalma.

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Das alles und noch viel mehr steht bereits im sogenannten Bid Book, dem 60 Seiten dicken Bewerbungsbuch, das Zittau und die anderen Städte bis zum 30. September bei der internationalen Jury abgeben müssen. Insgesamt 38 Fragen in sechs Themenkomplexen müssen darin beantwortet werden. Sie reichen von einer Erklärung, wie die Stadt das alles finanzieren will, über Zahlen und Fakten zu Infrastruktur und Hotelkapazitäten bis hin zur Frage, wie die Bürger einbezogen werden.

Grundsätzlich sind die 38 Fragen schon beantwortet. Der aus Görlitz stammende Werbetexter Axel Krüger ist gerade dabei, aus dem Rohmaterial eine Geschichte zu formen. „Ich stelle mir das vor wie ein Geschichtenerzähler auf dem Marktplatz, eine Person, die die Jurymitglieder fesselt und ihnen die Einzigartigkeit der Bewerbung nahebringen kann“, sagt er. „Das Bewerbungsbuch muss Lust machen und die Jury davon überzeugen, dass es sich lohnt, mehr von unserer Region zu erfahren.“

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