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Görlitzer Pogromgedenken

Mit mehreren Aktionen wird am Freitag an den 9. November 1938 und 1989 erinnert.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Sebastian Beutler

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Den Lichterweg mit dem Oberbürgermeister – am Freitag wird es ihn wieder geben. Mit einer ökumenischen Andacht beginnt um 18 Uhr in der Frauenkirche das gemeinsame Gedenken von Stadt und Evangelischer Kirche an die Pogromnacht vom 9. November 1938 und an den Fall der Mauer am 9. November 1989. Nach der Andacht führt der Lichterweg zur früheren Synagoge auf der Otto-Müller-Straße.

Es ist nicht die einzige Aktion am Freitag. Der Verein Haus und Hof ruft für 17 Uhr zum Stolpersteineputzen mit Mahnwache auf, Treff ist an der Salomon-straße 41. Jeder Stein soll gereinigt und anschließend eine Kerze auf ihm entzündet werden – im mahnenden Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur.

Das Kulturbüro Görlitz lädt zu einer Führung entlang der Stolpersteine ein. Es werden die Görlitzer Familien vorgestellt, die sich hinter den Namen auf den Steinen verbergen. Ausgangspunkt ist um 16 Uhr der Stolperstein für Martin Ephraim auf der Zittauer Straße 64. Insgesamt soll die Führung etwa zwei Stunden dauern. Am Abend gibt es im Literaturhaus Alte Synagoge auf der Langenstraße (Eingang Obermarkt) jiddische Lieder, Anekdoten und Nachdenkliches – gesungen und gespielt von Julia Boegershausen und Björn Bewerich. Beginn ist 20 Uhr. (SZ/dan)