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Görlitzer trommeln Aktionären den Weg

Vor der Aktionärs-Sitzung in München haben 100 sächsische Siemens-Mitarbeiter für den Erhalt des Standorts Görlitz demonstriert. Darunter auch die Teilnehmer der Rad-Tour.

© Sven Hoppe/dpa

Görlitz/München. Rund 100 Mitarbeiter des Görlitzer Siemens-Werkes haben am Mittwochmorgen vor der Münchner Olympiahalle für den Standort Görlitz demonstriert und sich gegen die beabsichtigte Schließung ihres Werkes gewandt.

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Mit ihrem mittlerweile berühmten Trommelwirbel auf den mitgebrachten Blechtrommeln begleiteten sie die Siemens-Aktionäre auf ihrem Weg zur Hauptversammlung in der Halle. Dem Aktionärsverein, in dem Siemens-Mitarbeiter ihre Anteile an der Siemens-AG gebündelt haben, übergaben sie ein Zukunftspapier für den Standort Görlitz.

Unter den 100 Mitarbeitern waren auch die 35 Teilnehmer des Fahrrad-Corsos, der seit Freitag von Görlitz aus die Strecke nach München gefahren war. Zudem waren in der Nacht rund 70 weitere Görlitzer Siemens-Mitarbeiter mit Bussen nach München gefahren. Siemens-Personalchefin Janina Kugel hat sich nach Aufnahme von Gesprächen über die Einschnitte im Kraftwerksgeschäft zuversichtlich gezeigt, mit den Arbeitnehmervertretern Lösungen zu finden.

Man befinde sich in einem geordneten Prozess, der auf eine gute Einigung hoffen lasse, sagte Kugel am Mittwoch in München anlässlich der Siemens-Hauptversammlung. In den Gesprächen mit den Betriebsräten und der Gewerkschaft gehe es sowohl um die Planungen für die betroffenen Standorte als auch um den generellen Strukturwandel in der Industrie. „Erfreulicherweise verlaufen beide Sondierungen bisher sachlich und konstruktiv“, sagte Kugel. (SZ/Sb mit dpa)