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Görlitzer stellen beste Schlauchbootfahrer

Team der DLRG gewinnt Landesmeisterschaften am Berzdorfer See.

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© Foto: DLRG

Ein IRB (Inflatable Rescue Boat), auf Deutsch ein aufblasbares Rettungsboot, ist eines von vielen Hilfsmitteln, um Menschen aus Gefahrensituationen zu retten. Dabei handelt es sich um ein kleines und wendiges Schlauchboot mit Aluminiumrumpf und 30-PS-Außenbordmotor. Mit diesem können die Retter der DLRG (Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft) aus Görlitz, die ihren Dienst an der Blauen Lagune verrichten, Schwimmer retten oder Seglern beim Wiederaufrichten ihres Bootes helfen.

Der DLRG-Landesverband Sachsen hatte zu den offenen Landesmeisterschaften im IRB-Fahren nach Görlitz geladen. Ortsgruppen aus Sachsen, aber auch aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich, um die schnellsten IRB-Teams zu küren. Insgesamt gingen etwa 80 Teilnehmer in 18 Teams an den Start, um sich in vier Disziplinen zu messen. Bei allen Disziplinen liegt das Boot im Wasser und wird vom Bootsgast festgehalten. Der Bootsführer muss vom Strand aus starten, zum Boot sprinten und hineinspringen. Nun gilt es, so schnell wie möglich den oder die Patienten auf einem vorgegebenen Kurs abzuholen.

In der ersten Disziplin „Tube Rescue“ muss nach erfolgtem Start und einer Vollspeedstrecke von knapp 100 Metern, sowie einer 270-Grad-Drehung um eine Boje, der Bootsgast inklusive seinem Rettungsgurt ins knapp 18 Grad warme Wasser springen. Dort legt er eine 25 Meter lange Schwimmstrecke zurück und klinkt den Patienten in den Gurt ein. Beide müssen gemeinsam so schnell wie möglich zurück ins Boot gelangen und dann wieder an Land, wo der Bootsführer die Ziellinie überläuft.

In der zweiten Disziplin wird, nach erfolgtem Start und einer vollen Umrundung der ersten Boje, ein Patient durch beherztes Ins-Boot-Ziehen geborgen und wieder an Land gebracht. Dieser Vorgang wird in der Dritten Disziplin nach dem Anlegen am Strand, einer kurzen Laufstrecke des Bootsführers und Aussteigen des Patienten, mit einem zweiten Patienten wiederholt. Hierbei sind das schnelle Zurückziehen des Bootes und Starten des Motors von großer Wichtigkeit. Die letzte Disziplin erweitert die dritte um eine Bootsbesatzung. Die Strecken werden von zwei Teams nacheinander passiert. Durch all diese Disziplinen kämpften sich die Sportlerinnen und Sportler einen Tag lang, und am Ende stand fest: Das Team „Görlitz 1“ um Bootsführer Robert Gottwald sicherte sich den Gesamtsieg und damit den Landesmeistertitel als bestes IRB-Team Sachsens. Den fünften Platz erreichte Robert Pötschke mit seinem Team. Das Team um Patricia Rohne, welches erst seit diesem Jahr trainiert, konnte sich den 16. Platz erkämpfen.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von dem schönen Strand und der Atmosphäre, die der Berzdorfer See zu bieten hat. Den Abend ließen die Sportler gemütlich am Lagerfeuer, im groß angelegten Zeltlager ausklingen. Alle Beteiligten freuen sich auf die weiteren, bevorstehenden Wettkämpfe.

Dabei stehen nun die zwei Deutschlandpokale in Prerow und Scharbeutz an, sowie die Weltmeisterschaft in den Niederlanden im September.