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Görlitz

Görlitzer Wolfswelpe lebt jetzt in Lüneburg

Das Landesumweltamt Sachsen sieht keine Möglichkeit, das gefundene Tier wieder zum Rudel zurückzuführen.

Die kleine Wölfin lebt jetzt im Wildpark Lüneburger Heide. © Tanja Askani/LfULG

Der kleine Wolfswelpe, der am Pfingstmontag von Spaziergängern gefunden und anschließend in die Auffangstation des Naturschutz-Tierparks Görlitz e. V. gebracht worden war (die SZ berichtete), kann nicht wieder in die Natur entlassen werden. Wie die Fachstelle Wolf des Landesumweltamtes Sachsen am Mittwoch in Dresden mitteilte, konnte für den Welpen nach fast vierwöchigem Aufenthalt in der Auffangstation eine Unterbringung im Wildpark Lüneburger Heide Tietz KG in Niedersachsen gefunden werden. Inzwischen hat sich die kleine Wölfin in der neuen Situation gut eingelebt.

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Nachdem der Welpe in einem Waldgebiet zwischen Bautzen und Dresden von Spaziergängern entdeckt worden war, wurde das Monitoring in der Umgebung des Fundorts intensiviert. Doch weder zu den Eltern noch zu weiteren Geschwistern der kleinen Wölfin fanden sich Anhaltspunkte. Da die kleine Wölfin zum Fundzeitpunkt erst 3 bis 4 Wochen alt war, wäre ein Überleben des Tieres in freier Wildbahn ohne Anschluss an sein Rudel ausgeschlossen gewesen.

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Entsprechend dem Sächsischen Wolfsmanagement können Wölfe nur dann länger in einem Gehege für Welpen untergebracht werden, wenn sie jünger als drei Monate alt sind. Daher hatte man nach einem geeigneten Zoo bzw. Tierpark gesucht, bis sich schließlich der Wildpark Lüneburger Heide bereit erklärte. Das dortige Personal hat laut Landesumweltamt Erfahrung in der Aufzucht von Wolfswelpen und mit dem Land Niedersachsen eine Kooperationsvereinbarung für die Aufnahme von Wölfen, die nicht mehr in die freie Natur entlassen werden können. 

Die genetische Untersuchung ergab, dass der Welpe einer Fähe zugeordnet werden kann, die im Monitoringjahr 2018/19 im Bereich der Massenei, einem Waldgebiet in der Nähe von Dresden, nachgewiesen wurde. Als Vater kommt ein Rüde in Frage, der im Oktober 2018 im Bereich Stolpen/Hohnstein genetisch nachgewiesen wurde. 

Mehr Informationen zum Thema Wolf in Sachsen finden Sie hier.

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