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Götze vergibt die besten Torchancen

Dortmunds Klasse-Auftritt in Malaga leidet nur unter dem Makel der Nullnummer.

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Starker Auftritt, schwache Chancenverwertung: Borussia Dortmund hat sich die Chance auf das erste Halbfinale in der Champions League seit 15 Jahren gewahrt. Der deutsche Fußball-Meister kam gestern Abend beim FC Málaga allerdings durch einen fahrlässigen Umgang mit seinen Tormöglichkeiten nicht über ein 0:0 hinaus. Die phasenweise mitreißend spielende Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verpasste damit eine bessere Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag vor heimischer Kulisse.

Ein Treffer ist für die Dortmunder, die durch das Remis als einzige der Mannschaften im Viertelfinale der Königsklasse weiter ungeschlagen bleiben, mindestens Pflicht, um erstmals seit dem Titeltriumph 1997 und im Jahr darauf wieder unter die besten Vier zu kommen. „Ich glaube mit einem 0:0 gehen wir mit einer guten Ausgangsposition ins Rückspiel“, meinte Nationalspieler Ilkay Gündogan: „Jeder Sieg heißt für uns, dass wir weiterkommen.“ Kapitän Sebastian Kehl meinte: „Ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen.“

Im Estadio La Rosaleda ging es von der ersten Sekunde an intensiv zur Sache. Dortmund spielte, was die Westfalen auszeichnet. Flach, schnell, flexibel und ideenreich.

Allein die Torausbeute war mangelhaft. Zweimal scheiterte Mario Götze an Málagas Keeper Willy Caballero. Beim ersten Versuch hatte Robert Lewandowski auf Höhe der Mittellinie vorgelegt und Götze war nach einem Sprint über rund 30 Meter mit einem Flachschuss am Schlussmann nicht vorbeigekommen. Nur vier Minuten später scheiterte Götze erneut am Keeper. „Da fehlt dann wirklich die letzte Konsequenz, das Tor machen zu wollen“, meinte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Und Málaga rappelte sich wieder auf. „Zwischendurch war es mir ein bisschen zuviel offener Schlagabtausch“, räumte Zorc ein. Vor allem Weltmeister Joaquin machte auf der rechten Seite der Spanier immer wieder Druck gegen Dortmunds Maskenmann Marcel Schmelzer. Ein ums andere Mal musste BVB-Keeper Roman Weidenfeller sein ganzes Können aufbieten. „Es war ein gutes Spiel von uns gegen einen unangenehmen Gegner. Wir haben bis zum letzten Ball oder zum Abschluss alles richtig gemacht“, sagte Jürgen Klopp. „Wir wissen, was wir im Rückspiel zu tun haben“, fügte der Trainer hinzu. (dpa)