Teilen:

Goldzug-Suche geht weiter

© Arno Burgi/dpa

Neue Ergebnisse lassen die Initiatoren hoffen, nahe des polnischen Walbrzych doch noch den Nazi-Schatz zu finden.

Walbrzych. Die Suche nach dem ominösen Goldzug nahe dem polnischen Walbrzych (Waldenburg) geht weiter. Nach längerer Pause soll am Kilometer 65 der Bahnlinie Wroclaw-Waldenburg die Suche nach dem Panzerzug mit dem verschwundenen Nazigold wieder aufgenommen werden. Das haben die Initiatoren der Aktion, Piotr Koper und Andreas Richter, gegenüber polnischen Medien erklärt. Die beiden hatten sich im August 2015 an polnische Behörden gewandt. Angeblich hatte ein Deutscher ihnen berichtet, dass er 1945 beim Verstecken eines solchen Zuges dabei gewesen sei. Seitdem herrscht Goldgräberstimmung im Nachbarland.

Gefunden wurde bislang nichts. Bei den Arbeiten am genannten Bahnkilometer im August vergangenen Jahres war es fast 70 Helfern nicht gelungen, einen Tunnel oder einen versteckten Zug mit dem Nazigold zu finden. Nach eignen Angaben waren dabei 3500 Kubikmeter Erde ausgehoben worden, bei den zehntägigen Arbeiten Kosten von 140000 Zloty (rund 32000 Euro) angefallen. Laut Koper war man sieben Meter in die Tiefe vorgedrungen. Die Arbeiten wurden komplizierter, nachdem man auf Gestein getroffen war, das wegen möglicher Schäden an der nahen Bahnlinie nicht durchbrochen werden durfte. Nun aber schöpfen die Schatzsucher Hoffnung aus neu vorliegenden Suchergebnissen mit dem Georadar. Sechs voneinander unabhängige Teams hatten das Terrain gescannt und dabei Anomalien festgestellt, die auf das Vorhandensein von Hohlräumen hinweisen könnten. Unter wissenschaftlicher Begleitung von Geophysikern sollen nun aufwendige Kernbohrungen bis zu einer Tiefe von 20 Metern vorgenommen werden, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Beim Bahnbetreiber PKP wurden bereits die Genehmigungsanträge eingereicht. (kpl, ihg)