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Leben und Stil

Google Maps kann mehr als oft gedacht

Viele nutzen die App nur zum Navigieren. Fünf verkannte Anwendungen, die den Alltag erleichtern können.

Routen lassen sich am Rechner-Bildschirm vorbereiten und dann ans Mobilgerät schicken.
Routen lassen sich am Rechner-Bildschirm vorbereiten und dann ans Mobilgerät schicken. © Catherine Waibel/dpa

Von Julian Hilgers

Einen Handkarren mit 99 Smartphones, jedes mit geöffneter Google-Maps-App und aktivierten Standortdaten: Mehr brauchte der Künstler Simon Weckert nicht, um die Kartenanwendung auszutricksen. Er ließ einen Kollegen Anfang des Jahres mit dem Karren über einige Berliner Straßen bummeln, um Staus vorzutäuschen. Die tauchten tatsächlich als rote Linien live in Google Maps auf, obwohl auf den Straßen kaum ein Auto unterwegs war. „Wir haben keine innere Karte mehr, vertrauen Apps ziemlich stark“, kritisiert Weckert. Tatsächlich nutzen die meisten den Kartendienst samt Navigation ganz selbstverständlich. Dabei bietet Google Maps längst viele weitere Funktionen.

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1. Taxis buchen und Essen bestellen

Wer bei Google Maps nach dem schnellsten Weg zu seinem Ziel sucht, stellt fest: Neben öffentlichen Verkehrsmitteln sind auch Taxi-Apps integriert. Selbst E-Scooter findet man. Und inzwischen kann man auch Essen bestellen und liefern lassen.

© Screenshot/SZ

In einigen Restaurants lassen sich sogar direkt Tische reservieren. Dann erscheint beim Klick auf das Lokal ein entsprechender Button. „Es gibt viele Informationen zu Geschäften: Öffnungszeiten oder Ansturm zu bestimmten Uhrzeiten“, sagt Patrick Bellmer vom IT-Fachportal Heise Online. Doch nicht immer könne man sich darauf verlassen, warnt er. Denn mancher Eintrag und im Prinzip alle Hochrechnungen kommen nicht von Inhabern, sondern von Google.

2. Parkplätze finden und speichern

Zum Zielort zu finden, klappt mit Google Maps meist sehr zuverlässig. Aber wo parken? Auch hier verspricht der Dienst Abhilfe. Wer auf der Karte nach „Parkplatz“ sucht, bekommt eine Auswahl in der Umgebung, zum Beispiel in Parkhäusern. Inklusive der Info, wie voll der Parkplatz voraussichtlich ist.

© Screenshot/SZ

3. Routen am Computer planen

Die Desktop-Variante von Google Maps bietet oft noch mehr Funktionen als die App. Und vor allem: mehr Übersicht und Komfort. Routen können problemlos am PC geplant und dann an das Smartphone geschickt werden. Außerdem ist es über die Desktop-Variante möglich, eigene Karten zu erstellen.

4. Radwege finden

Auch Radfahrer haben in der Desktop-Variante einen besseren Überblick. Ein Klick auf „Fahrrad“ im Menü lässt alle Radwege erscheinen. Maps schlägt nach Eingabe eines Zielortes auch gleich eine Fahrradroute vor. Dort zeigt der Dienst zudem das Höhenprofil der Strecke an.

© Screenshot/SZ

5. Navigieren ohne Internet oder GPS

Die Route ist ausgewählt und man will endlich loslaufen – doch das GPS-Signal ist schwach oder fehlt sogar ganz. „Wenn kein GPS verfügbar ist, hilft die Augmented-Reality-Funktion. Dann zeigt Maps den Weg aus Sicht des Nutzers auf dem Display. Man kann sich dann zum Beispiel an Häuserfronten orientieren“, erklärt Patrick Bellmer.

Wer im Ausland unterwegs ist oder mobile Daten sparen will, kann sich wichtige Karten auch auf das Smartphone herunterladen und offline nutzen.

Die Nutzer von Google Maps bekommen ein riesiges Angebot an Funktionen, überlassen dem Dienst dafür aber auch zahllose Daten. Wer das einschränken möchte, kann in den sogenannten Inkognito-Modus wechseln und die Standortfreigabe ausschalten. Einige Funktionen lassen sich dann aber nicht mehr nutzen – oder zumindest nicht mehr ganz so komfortabel. (dpa)

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