merken

Google-Panne bei der Waldschlößchenbrücke

Im Kartendienst des Anbieters ist die Brücke plötzlich nach einem Rockstar benannt. Der Grund dafür ist ein Fehler beim Unternehmen.

Von Tobias Winzer

Wilde Gitarrenklänge statt hupender Autos? Wenn es nach dem Internet-Suchdienst Google geht, wird die im vergangenen Jahr eröffnete Waldschlößchenbrücke zum Mekka für Rockfans. Wer bei dem Kartendienst Google Maps gestern Mittag nach der Elbquerung suchte, landete virtuell auf der Ozzy-Osbourne-Brücke. Wie Google gestern mitteilte, hatte vermutlich ein Nutzer die Namensänderung an das Unternehmen gemeldet. Sie war dann ungeprüft in die Dresden-Karte übernommen worden.

Anzeige
30 Jahre für's gesunde Gehen
30 Jahre für's gesunde Gehen

Die berneis natürlich-aktiv GmbH aus Dresden überzeugt mit Erfahrung, Kompetenz und Innovationen. Ein starkes Team hilft auch bei schwierigen Fällen.

Der Grund für die Namenswahl ist offenbar die Affinität des britischen Heavy-Metal-Stars zu Fledermäusen. Der heute 65-Jährige soll 1982 auf der Bühne einer lebenden Fledermaus den Kopf abgebissen haben. Schonender behandelt werden die kleinen Säuger hingegen rund um die Brücke. Weil das Umfeld des Bauwerks Heimat mehrerer Fledermausarten ist, dürfen Autofahrer wegen der Kollisionsgefahr im Sommerhalbjahr nachts nur Tempo 30 fahren. Wer genau die Namensänderung angemeldet hat, war gestern nicht zu erfahren.

Nach Google-Angaben hatte der Nutzer im Kartendienst das Problem-melden-Feld gedrückt. Damit können Google vermeintliche Fehler in den Straßenkarten mitgeteilt werden. Der Service dient dazu, das Angebot besser zu machen. Normalerweise werden die Änderungswünsche von einem Google-Mitarbeiter geprüft und erscheinen erst dann online. Hier sei vermutlich der Fehler passiert, so das Unternehmen.

Die Stadt Dresden reagierte gestern Nachmittag entspannt auf den Lapsus. „Ozzy Osbourne ist ein passender Scherz“, sagte Rathaussprecher Kai Schulz. „Immerhin wird der Musiker als Godfather des Heavy Metal bezeichnet, was ihn als Namensgeber für eine Brücke aus 6 800 Tonnen Stahl ja eigentlich prädestiniert.“ Kurz habe man überlegt, ob die neue Namensgebung zu einer Bewerbung für den offenen Veranstaltungsort für Rock am Ring verleiten solle, so Schulz scherzhaft. „Der Gedanke wurde aber mit Rücksicht auf die Anwohner der Neustadt wieder verworfen.“

Die Stadt habe deshalb Google auf den Fehler hingewiesen und um Korrektur gebeten. Diese kam prompt. Gestern um 17 Uhr hieß die Ozzy-Osbourne-Brücke wieder Waldschlößchenbrücke.