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Gorbitzer Plattenbau wird zum Denkmal

Auch ein Brunnen und ein Großmosaik werden geschützt. Am Dienstag wird das im Stadtteil groß gefeiert.

Von Nora Domschke

Verglaste Balkone, verziert mit Fliesen in verschiedenen Brauntönen – so zeigt sich der Neubaublock am Leutewitzer Ring, der erst recht spät, nämlich 1985, gebaut wurde. Weil das Gebäude seitdem nicht verändert wurde, wird es nun zum Denkmal erklärt. Das ist das Ergebnis einer Initiative des Gorbitzer Stadtteilkümmerers Mathias Körner, um zumindest ein architektonisches Zeugnis aus jener Zeit vor dem Verschwinden zu bewahren. „Dresden ist groß genug für Barock, Jugendstil und die unterschätzte Epoche des industriellen Wohnungsbaus“, so Mathias Körner. „Mit dem Denkmalschutzstatus wird der Wunsch der Gorbitzer, der in vielen Workshops artikuliert wurde, aufgegriffen.“ Dafür hatte er sich die SPD-Stadtratsfraktion ins Boot geholt, die in einem Antrag ein Denkmalschutzkonzept für das Neubauviertel gefordert hatte. Das wurde auf seine Umsetzbarkeit geprüft.

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Neben dem WBS 70-Block bekommen auch ein Brunnen und ein Großmosaik den Status als Kulturdenkmal. Am kommenden Dienstag soll das in Gorbitz gefeiert werden. Das Datum ist zugleich der Jahrestag zur Grundsteinlegung für das Plattenbaugebiet in Gorbitz. Mit dabei sind Mathias Körner, SPD-Landtagsabgeordneter Eva-Maria Stange, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke), Hartmut Ritschel vom Landesamt für Denkmalpflege sowie der Gorbitzer Chefarchitekt Jörg Bösche.

Die Veranstaltung „Denkmal feierlich“ findet am 21. August ab 18.30 Uhr im Gemeindezentrum am Leutewitzer Ring 75 statt.