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Graffiti sollen schneller weg

© Willem Darrelmann

Der Verkehrsverbund Oberelbe und die Deutsche Bahn verlängern ihr Programm gegen Vandalismus.

Meißen/Dresden. Die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) setzen ihr gemeinsames Programm gegen Vandalismus und Graffiti für weitere drei Jahre fort. Zwei mobile Einsatztrupps sind auf insgesamt 52 Stationen regelmäßig unterwegs. Zu diesen Stationen gehören Meißen, Meißen-Altstadt, Meißen-Triebischtal, Neusörnewitz, Radebeul, Radebeul-Kötzschenbroda, Radebeul-Weintraube, Weinböhla, Niederau, Coswig und Radebeul-Zitzschewig. Zusätzlich zur regulären Reinigung und Wartung kontrollieren die Trupps einmal in der Woche die Bahnhöfe auf Sauberkeit und Vandalismusschäden.

Zahlreiche Stationen werden immer wieder Ziel von Vandalismus und Graffiti. Der Bahn entstehen durch die Beseitigung dieser Schäden jährlich Kosten in Höhe von knapp 34 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung. Um dem entgegenzuwirken, haben der VVO und die Deutsche Bahn 2012 das Programm gegen Vandalismus und Graffiti gestartet und setzen sich damit für ein attraktives Umfeld im öffentlichen Nahverkehr ein.

„Unser Ziel ist es, Graffitischäden möglichst schnell zu beseitigen“, erklärt Jeannette Winter, Leiterin des Regionalbereiches Südost der DB Station & Service AG. Die Bahn und der VVO wollten den Fahrgästen dauerhaft saubere Stationen anbieten und investierten dazu allein 2018 210 000 Euro für die Beseitigung von Schäden, so Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO.

Sprayen sei kein Kavaliersdelikt. In Extremfällen drohten den Tätern bis zu zwei Jahre Gefängnis. Zudem könnten die Schäden zivilrechtlich bis zu 30 Jahre geltend gemacht werden, auch wenn die Täter zur Tatzeit unter das Jugendstrafrecht fielen. Die Deutsche Bahn erstatte grundsätzlich bei jedem Vandalismusdelikt Strafanzeige, heißt es weiter. (SZ)