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Großenhain

Graffiti und Dynamo will die Bahn nicht

Großenhain will zwei Tunnel gestalten. Doch da gibt es noch einige Hürden zu nehmen.

Der Tunnel Auenstraße soll mit typischen Motiven aus dem Umfeld gestaltet werden – vielleicht mit Fußball. Aber der Schriftzug „Dynamo“ ist bei der Bahn verboten.
Der Tunnel Auenstraße soll mit typischen Motiven aus dem Umfeld gestaltet werden – vielleicht mit Fußball. Aber der Schriftzug „Dynamo“ ist bei der Bahn verboten. ©  Kristin Richter

Großenhain. Die beiden neuen Tunnel Auenstraße und Parkstraße sollen gestaltet werden. Das war ursprünglich die Anregung eines Bürgers, die die Stadt gut fand. Die Tunnel sollen mit Motiven aus der jeweiligen Umgebung illustriert werden. 

Graffitikünstler Sebastian Bieler, der als Stadtrat selbst das erste Mal von dieser Idee erfuhr, gab den Hinweis, die Motive dürften aber auf keinen Fall gesprüht werden. Das sei für die Deutsche Bahn sozusagen ein Unding. Das werde auf keinen Fall genehmigt. Außerdem verursache der Farbspraylack, nach Ansicht von Bahn-Experten, Schäden auf dem Beton.

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„Eigentlich verständlich, wenn man bedenkt, dass jedes Jahr durch illegale Graffiti ein Millionenschaden entsteht“, so Bieler. Die Bilder müssten also an den 3,50 Meter hohen Wänden gepinselt werden. Da sieht Bieler allerdings Grenzen, solch ein riesiges Vorhaben mit Kindern und Jugendlichen umzusetzen. 

„Wenn man jungen Leuten einen Pinsel in die Hand drückt, habe ich so meine Zweifel, ob da die Lust lange vorhält“, sagt er lächelnd. Außerdem sei die Wand ziemlich hoch. Er schlägt vor, alle Großenhainer in die Malaktion einzubinden.