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Dresden

Gratisfahrten auf der Oskarstraße

Noch eine Woche Bauarbeiten, dann bekommt Dresden eine neue Straßenbahnstrecke. Das feiern die DVB mit einer Party.

Das Baustellenchaos auf der Oskarstraße ist Ende nächster Woche Geschichte.
Das Baustellenchaos auf der Oskarstraße ist Ende nächster Woche Geschichte. © Archiv/Rene Meinig

Man braucht keinen Fahrschein, um dabei zu sein, wenn die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und die Stadt am Freitag das Ende von Bauarbeiten feiern, die nicht immer glatt gelaufen sind. An diesem Tag wird die Oskarstraße für den Linienverkehr freigegeben. Es ist das erste neue Stück des Programms Stadtbahn Dresden 2020. Die neue Trasse ist Teil der Verbindung von Strehlen nach Löbtau. Sie ersetzt zunächst aber nur die Gleise auf der Wasastraße und bindet den S-Bahn-Haltepunkt Strehlen ans Dresdner Straßenbahnnetz an.

Etwa ein Jahr lang drehte sich kein Rad auf der Baustelle in Strehlen. Die Arbeiter mussten pausieren, weil bei der Planung ein Formfehler unterlaufen war. Dagegen war ein Anlieger per Gericht vorgegangen, die Landesdirektion Sachsen musste nachbessern, der geplante Eröffnungstermin im Frühsommer 2018 war nicht zu halten. Ursprünglich sollte der Bau rund 24 Millionen Euro kosten, mittlerweile rechnen Stadt und DVB für den Streckenneubau samt der Straßensanierung und der Erneuerung aller Leitungen mit rund 30 Millionen Euro.

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Die gute Laune bei der Party am Gleis wollen sich die Verantwortlichen davon nicht verderben lassen. Sie fahren im wörtlichen Sinne auf, was das Straßenbahnmuseum zu bieten hat - jede Menge alte Bahnen. Sie pendeln zwischen dem Betriebshof Reick und der Wallstraße, halten dazwischen an jeder Station und dürfen gratis genutzt werden.

Auf der Baustelle beiderseits des Gustav-Adolf-Platzes wird derzeit noch gearbeitet. Bis zu 40 Bauleute sind täglich im Einsatz. Damit sie nicht gestört werden, rücken die Fachleute für die Fahrleitungen erst nachts an. Auch sie müssen ihre Arbeit bis Mitte nächster Woche erledigt haben.

Am Tag der Trasseneröffnung werden aber noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sein. So fehlen dann unter anderem noch Pflanzen im Rondell am Gustav-Adolf-Platz und Teile der Haltestellenausstattung am Bahnhof Strehlen.

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