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Grenzenloser Feuerwehreinsatz

Feuerwehrleute müssen bei ihren Einsätzen oftmals an ihre Grenzen gehen. Bei Bränden, Hochwasser und anderen Katastrophen gehen sie immer öfter auch über Grenzen.

Zeithain/Görlitz. Gemeinsame Ausbildung, Übungen und Einsätze: Die Arbeit der Feuerwehren Sachsens, Tschechiens und Polens geht weit über Ländergrenzen hinaus. „Es ist inzwischen nichts Ungewöhnliches, dass in Grenznähe sächsische Kameraden gemeinsam mit polnischen und tschechischen zu einem Brand oder anderen Notfällen ausrücken“, sagte Karsten Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes in Zeithain. Seit einem entsprechenden Abkommen im Jahre 2008 habe sich die Zusammenarbeit ständig verbessert.

„Feuerwehr verbindet - über Ländergrenzen“ lautet das Motto des am Freitag beginnenden Landesfeuerwehrtages in Görlitz. Gäste aus Polen und Tschechien werden zu dem dreitägigen Treffen erwartet. Auch die Gewinnung von beruflichem Nachwuchs ist ein Thema.

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„Gefahrenlagen kennen keine Grenzen, deshalb ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte der Nachbarländer kooperieren“, sagte Saack. Gravierende Sprachbarrieren gebe es nicht. Die polnischen Kameraden zum Beispiel könnten in der Regel recht gut Deutsch, bei den sächsischen gebe es noch etwas Nachholebedarf bei der polnischen Sprache, räumte Saack ein. „Doch wenn man gemeinsam arbeitet, weiß man, was zu tun ist“.

„Sehr erfreulich ist, dass im Gegensatz zu anderen Bundesländern mittlerweile wieder mehr Kinder und Jugendliche zu den Freiwilligen Feuerwehren finden“, sagte Saack. Mit gut 13 600 jungen Mitgliedern sei jetzt fast wieder die Spitze aus dem Jahr 2000 mit 14 300 Kindern und Jugendlichen erreicht worden. Ziel sei es, mehr Mädchen zu gewinnen. Sie machten derzeit erst acht Prozent der jungen Mitglieder aus. „Wir wollen wieder zweistellig werden“, sagte Saack. Insgesamt seien 42 000 Kameradinnen und Kameraden in den 1 744 Freiwilligen Feuerwehren des Landes aktiv.

Wie in allen Branchen gebe es Probleme beim Nachwuchs in den acht Berufsfeuerwehren des Landes, so Saack. Derzeit seien dort gut 1 800 Kameradinnen und Kameraden im Dienst, viele von ihnen gingen in den nächsten Jahren in Rente. Auch bei den Berufsfeuerwehren wünsche er sich mehr weiblichen Nachwuchs. „Doch die Ausbildung ist physisch und psychisch hart, es wird kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht“. So wiege eine komplette Ausrüstung mit Atemschutzgerät 15 Kilogramm. (dpa)