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Griezmann wechselt nach Barcelona

Der Franzose bekommt einen Vertrag bis 2024, der eine Ausstiegsklausel von 800 Millionen Euro beinhaltet. Weitere Wahnsinnstransfers dürften folgen.

Frankreichs Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann jubelt künftig im Trikot des FC Barcelona.
Frankreichs Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann jubelt künftig im Trikot des FC Barcelona. © dpa/Maynu Fernandez

Nach monatelangem Geschacher ist der Wechsel von Frankreichs Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann perfekt. Für 120 Millionen Euro Ablöse und ausgestattet mit einem Fünfjahresvertrag bis 2024, der eine Ausstiegsklausel von 800 Millionen Euro enthält, wechselt der umworbene Stürmerstar von Atlético Madrid zu seinem Wunschklub FC Barcelona. "Antoine Griezmann ist einer der besten Spieler der Welt", schrieb der Verein auf seiner Homepage. Auf Twitter verbreitete er Bilder mit Griezmann im neuen Trikot und mit dem Zusatz: "C'est magnifique!" ("Das ist ausgezeichnet!").

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"Damit geht eine lange Seifenoper zu Ende", schrieb die Zeitung Marca. Nach quälenden Wochen ging am Freitag alles besonders schnell. Zur Mittagszeit legte ein Anwalt des Franzosen der spanischen La Liga die nötigen Transfer-Unterlagen vor. Am Nachmittag war alles geregelt. Griezmann stand bereits in den Startlöchern, um das nächste Flugzeug nach Barcelona zu besteigen.

"Eine alte Sehnsucht der Azulgrana wird endlich Wirklichkeit", kommentierte das Sportblatt Marca. Denn Griezmann wollte eigentlich schon 2018 zu den Katalanen wechseln, wurde aber in letzter Minute ausgebremst. Vor acht Wochen hatte er dann angekündigt, Atlético nach fünf Jahren trotz des laufenden Vertrags bis 2023 endgültig zu verlassen. Der Transferstreit eskalierte. Madrid verweigerte die von Barça angestrebte Ratenzahlung. Daraufhin hieß es zunächst sogar, Griezmann wolle die 120 Millionen Euro zahlen. Doch der wurde lieber bockig, erschien am Sonntag nicht zum Training und reiste auch nicht mit ins USA-Trainingslager. Die Madrilenen drohten daraufhin mit einer empfindlichen Vertragsstrafe.

Coutinho, Dembélé und Neymar stehen auf Wunschliste

Nun kam es doch zur einvernehmlichen Lösung. Atlético spült der Mega-Deal dringend benötigtes frisches Kapital in die Kassen. Die Transfereinnahmen steigen auf 310 Millionen Euro. Allerdings hat der Klub auch schon für 196 Millionen Euro eingekauft. Zuletzt wurde für 56 Millionen Euro der erst nur ausgeliehene Spanier Alvaro Morata als potenzieller Griezmann-Nachfolger vom FC Chelsea fest verpflichtet.

Dem Durchbruch könnte die von Karl-Heinz Rummenigge angekündigte internationale Transferoffensive folgen. "Alles wartet auf diesen einen Dominostein, und dann wird noch viel passieren", sagte der Vorstandschef des FC Bayern München. Als Barcelona-Abgänge gehandelt werden beispielsweise die Hochkaräter Ousmane Dembélé und Philippe Coutinho. Der Verein benötigt Geld - vor allem dann, wenn Neymar noch kommen sollte. Für den Brasilianer zahlte Paris Saint-Germain 2017 den Rekordpreis von 222 Millionen Euro an Barça.

Neymar will zurück nach Barcelona und soll laut El Pais 150 Millionen Euro plus einen Spieler obendrauf kosten. Der könnte Dembélé heißen, denn der ehemalige Dortmunder hätte gegen Griezmann und vielleicht auch noch Neymar einen schweren Stand. Außerdem sei er der Wunschspieler des einstigen BVB- und aktuellen PSG-Trainers Thomas Tuchel. Der brasilianische PSG-Sportdirektor Leonardo will laut Le Parisien aber lieber seinen Landsmann Coutinho holen. (dpa)