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Arbeit und Bildung

Grippe-Krise im Großraumbüro?

Vor allem dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenarbeiten, ist die Erkältungszeit eine Herausforderung. Aber es gibt Tipps, die Entlastung bringen.

Total verschnupft zur Arbeit? Vor allem im Großraumbüro kann das durchaus für Probleme sorgen.
Total verschnupft zur Arbeit? Vor allem im Großraumbüro kann das durchaus für Probleme sorgen. © Getty Image/iStockphoto

Berlin/Dresden. Der eine schnieft im Minutentakt, die andere hustet schon seit Tagen besorgniserregend - und wer hat eigentlich schon wieder die halbe Hausapotheke auf dem Schreibtisch aufgebaut? Auch unabhängig von der Debatte um das derzeit grassierende Corona-Virus gilt: Die Erkältungszeit kann den Berufsalltag durchaus zur Nervenprobe machen, vor allem dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenarbeiten. Das gilt für moderne Großraumbüros ebenso wie für Produktionsräume.

Das Problem: Wenn gleich mehrere Kollegen niesen und husten, herrscht akute Ansteckungsgefahr: Kleine Sekrettröpfchen werden in rasender Geschwindigkeit durch den Raum geschleudert und landen auf Telefon, Tastatur, Drucker und Kaffeemaschine. In den Tröpfchen befinden sich Millionen winziger Erkältungsviren. Solange die Plagegeister irgendwo haften, können sie zwar keinen Schaden anrichten. Gelangen sie jedoch über die Hände in Augen, Mund und Nase, machen sich bald Erkältungsbeschwerden wie Husten, Schnupfen, Halsweh oder Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Strategien kann man den unsichtbaren Krankheitserregern durchaus wirksam Paroli bieten.

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Keime wegwaschen

Kursiert ein grippaler Infekt, lohnt sich die Videokonferenz statt Meeting oder die Flucht in das Homeoffice. Lassen sich persönliche Termine nicht umgehen, sollte das Händeschütteln mit Erkrankten vermieden werden. Das einfachste, wichtigste und effektivste Mittel, um die Übertragung und Ausbreitung von Infektionen zu begrenzen, ist laut der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie in Berlin eine penible Handhygiene. Wer seine Hände, Finger und Handrücken vor und während der Arbeit des Öfteren mindestens 20 Sekunden lang einseift, sorgfältig abspült und mit einem Einmalhandtuch abtrocknet, kann weit über 99 Prozent aller Keime beseitigen. Um Viren nicht zu den Schleimhäuten gelangen zu lassen, empfiehlt sich zudem ein Desinfektionsmittel - für die Hände und für Alltagsgegenstände. Gerade Türklinken werden oft vergessen.

Bestens geeignet, um alle Zellen des Körpers mit Flüssigkeit zu versorgen sind warme Kräutertees. Antientzündliche Effekte haben beispielsweise Kamillen-, Pfefferminz- und Ingwertee. Die finden sich meist sogar noch in der Büroküche an und helfen - gleich auf Vorrat gekocht - nicht nur dem Hals, sondern mittelfristig auch dem Arbeitsklima im erkältungsgeplagten Großraumbüro. (djd, aks)