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Grippe nicht auf die leichte Schulter nehmen

Eine echte Influenza ist eine ernstzunehmende schwere Erkrankung, gegen die man sich immunisieren lassen sollte.

Hausmittel sind gut. Bei einer Virusinfektion aber bringen sie wenig. Am besten schützt man sich vor Grippe mit einer Impfung. © pixabay.com/silviarita

Der Herbst kommt unweigerlich: und mit ihm Husten, Schnupfen, Heiserkeit – und die Grippezeit. „Im Gegensatz zu einer ‚normalen‘ Erkältung ist eine ‚richtige‘ Grippe, die Influenza, eine schwerwiegende Erkrankung, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte“, sagt Dipl.-Med. Stefan Mertens, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Radebeul und Mitglied in der Sächsischen Impfkommission (SIKO). „Sie kann unter Umständen sogar zum Tod führen.“ Die letzte Grippewelle Anfang 2018 hat über 100 Menschenleben gefordert – allein in Sachsen. „Dabei muss es gar nicht so weit kommen, denn mit der Grippeimpfung steht ein effektives Mittel zur Vorsorge zur Verfügung; für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft“, so Dr. Mertens. „Denn je mehr Menschen sich immunisieren lassen, desto schwerer haben es die Viren, sich auszubreiten.“

Herbst ist die beste Prophylaxezeit

Ab Anfang Oktober sollte man daher seinen Hausarzt aufsuchen, sich beraten und impfen lassen. Ungefähr 14 Tage dauert es, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat und wirksam ist. Danach hält er ein halbes Jahr lang an. „Der Herbst ist die beste Zeit für eine Impfung, denn niemand kann verbindlich vorhersagen, wann die nächste Grippewelle anrollt. Das kann im Dezember passieren, aber genauso gut früher oder erst deutlich später, so wie beim letzten Mal.“ Die SIKO empfiehlt die Grippeimpfung für jedermann, denn egal, ob Kita, Schule, Arbeitsstätte, Straßenbahn oder Supermarkt: Überall treffen größere Menschengruppen aufeinander, und die Gefahr, sich anzustecken, betrifft jeden. Hat man sich bereits infiziert, ist es für die Vorsorge zu spät. Folglich sollte man rechtzeitig daran denken. „Es gibt zwar hin und wieder Beispiele, in denen Menschen trotz Impfung an Grippe erkranken“, erklärt der Fachmann. „Das kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Aber dann verläuft die Erkrankung weniger schwer, und die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen ist wesentlich geringer. Es lohnt sich also in jedem Fall.“ Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Nach dem Hickhack um Dreifach- oder Vierfach-Impfung bei der letzten Grippewelle, bekommen gesetzlich Versicherte in Deutschland nun von der Kasse einen besseren Impfschutz bezahlt. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) aus Spitzenvertretern von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hat beschlossen, dass in der kommenden Saison verbindlich ein neuer Vierfach- Wirkstoff zu verwenden ist. Sylvia Schmidt