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Grippewelle erreicht auch die Krankenhäuser

Die Zahl der Grippefälle steigt. Hoher Krankenstand beim Personal in den Kliniken ist die Folge. In Zittau und Ebersbach werden einzelne OPs verschoben.

© dpa

Von A. Beutler und R. Altmann-Kühr

Ab auf den Grill

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Die Grippe-Saison schlägt zu – innerhalb einer Woche hat sich die Zahl der Influenza-Erkrankungen in Deutschland mehr als verdoppelt, hat das Robert-Koch-Institut ermittelt. Das zeigt auch Auswirkungen in der Region. Der Landkreis meldete bereits zwei Grippe-Tote. Außerdem erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Grippefälle von 75 auf 176 innerhalb einer Woche. Die Kliniken melden ebenfalls Fälle. Görlitz scheint dabei mehr betroffen, als das Klinikum Oberlausitzer Bergland mit seinen Standorten in Zittau und Ebersbach. „Auch am Klinikum Oberlausitzer Bergland ist ein Anstieg der Patientenzahlen und dabei eine Häufung von Infekten zu erkennen. Bestätigte Influenzafälle sind aktuell jedoch die Ausnahme“, teilt Steffen Thiele vom Klinikmanagement auf Nachfrage der SZ mit.

Die derzeitige Grippewelle betrifft aber nicht nur Patienten, auch das Personal in den Krankenhäusern ist nicht davor gefeit, krank zu werden. Steffen Thiele verzeichnet daher auch einen Anstieg der krankheitsbedingten Personalausfälle an den Standorten Ebersbach und Zittau. „Die Patientenversorgung ist jedoch derzeit noch ohne gravierende Einschränkungen möglich.“ Steffen Thiele führt das auch darauf zurück, dass die Klinik spezielle Gesundheitstage für die Mitarbeiter im vergangenen Jahr organisiert hatte. „Dabei standen die Themen Impfstatus und Grippe im Fokus“, berichtet Thiele. Derzeit müssten aufgrund der Krankheitsausfälle beim Personal geplante Operationen und Untersuchungen in Zittau und Ebersbach nur im Einzelfall verschoben werden.

Angespannter sieht die Situation am Städtischen Krankenhaus in Görlitz aus. Wie der kaufmännische Direktor des Klinikums, Thomas Lieberwirth, sagt, verzeichnete das Krankenhaus innerhalb weniger Tage eine steigende Zahl bestätigter Influenza-Fälle unter den Patienten sowie einen hohen Krankenstand beim Personal. Das Klinikum hat deshalb verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Patienten und Angestellte zu schützen und damit die Notfallversorgung für die Region in vollem Umfang aufrecht zu erhalten, wie Lieberwirth erklärt. So werden auf verschiedenen Stationen vorerst nur eingeschränkt geplante Patienten aufgenommen. Die betroffenen Patienten werden darüber rechtzeitig informiert. Man rechne angesichts der steigenden Influenza-Fälle in der Region mit weiteren neuen Grippepatienten. Deshalb müssten in dieser besonderen Situation leider einige geplante Operationen und Eingriffe verschoben und Patienten, die nicht zwingend stationär bleiben müssen, vorerst nach Hause entlassen werden, heißt es vom Städtischen Krankenhaus in Görlitz.

Da hier auch eine große Anzahl an Mitarbeitern erkrankt ist, werden zudem die Dienste für die kommenden Tage entsprechend organisiert. „Wir aktivieren alle Ressourcen, die wir haben und das geht weit über das übliche Maß hinaus“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder. Das Klinikum hat zudem umfassende zusätzliche Schutzmaßnahmen eingeleitet. Die Besucher und Angehörigen werden gebeten, sich wie das Personal beim Betreten und Verlassen der Krankenzimmer die Hände gründlich zu desinfizieren. Sollte es möglich sein, hilft es auch, die Besuche einzuschränken. Eine Grippeschutzimpfung sei auch jetzt noch sinnvoll.