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Grippewelle erwischt Grundschule

Bei elf Kindern einer Döbelner Schule ist der Influenzavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der Erkrankten steigt rasant.

© dpa

Die Grippe hat die Mittelsachsen fest im Griff. Wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilte, sind bisher bei 113 Patienten Influenzaviren nachgewiesen worden. Rasant gestiegen sind die Infektionen in dieser Woche. Lagen dem Landratsamt am Montag noch 47 Nachweise vor, kamen bis gestern 66 neue dazu. An der Oberschule in Claußnitz fällt aufgrund der Grippe am Freitag und Montag der Unterricht aus.

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Unter den ersten Infizierten waren auch elf Kinder aus Döbeln, die die gleiche Grundschule besuchen. „An der Schule hat sich die Situation wieder entspannt“, sagte Kreissprecher André Kaiser. Die Bildungseinrichtung im Altkreis Mittweida hat es noch schlimmer erwischt. Von dort wurden dem Landratsamt 69 erkrankte Kinder sowie fünf erkrankte Lehrer gemeldet. Ob diese allerdings mit dem Influenzavirus infiziert sind oder nur einen grippalen Infekt haben, ist nicht bekannt.

Die Symptome einer echten Grippe sind denen einer Erkältung zwar ähnlich, unterscheiden sich jedoch deutlich in Schwere und Verlauf. Die echte Grippe beginnt mit plötzlichem Fieber über 38,5 Grad Celsius, schwerem Krankheitsgefühl, trockenem Husten und starken Kopf-, Hals- sowie Gliederschmerzen.

Die meisten Patienten, bei denen bis Montag das Grippevirus nachgewiesen wurde, sind zwischen sechs und zehn Jahre alt. Festgestellt worden ist die Krankheit auch bei acht kleinen Kindern bis sechs Jahre sowie bei fünf Zehn- bis 17-Jährigen. Alle weiteren 13 positiven Testergebnisse stammten von Patienten über 18 Jahre.

„Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, den weiteren Verlauf der Influenzasaison einschätzen zu können, was Erkrankungszahlen und die Schwere der Erkrankungsfälle betrifft“, so Kaiser. Eine Impfung gegen die Infektion sei auch jetzt noch möglich. Selbst wenn der Wirkstoff gegen einen Virustyp weniger wirksam sein soll, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, Kindern ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat, Jugendlichen und Erwachsenen, sich impfen zu lassen. „Gegen die anderen derzeit zirkulierenden Influenzaviren bietet die Impfung einen Schutz“, teilte André Kaiser mit. Wer unsicher sei, ob er sich impfen lasse, solle bei seinem Hausarzt um Rat fragen.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, rät das Landratsamt einige Regeln einzuhalten. Auf das Händereichen zur Begrüßung sollte verzichtet, die Hände regelmäßig gewaschen und zu anderen Abstand gehalten werden. Wer Husten oder Niesen muss, tut dies am besten in den Ärmel. (ml)

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