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Grippezahlen steigen weiter

1 000 Dresdner sind bereits an der Influenza erkrankt. Das merken auch die Kliniken.

Von Juliane Richter

Ein Ende der Grippewelle ist in Dresden noch nicht in Sicht. Die aktuellen Zahlen der Landesuntersuchungsanstalt von der sechsten Kalenderwoche weisen 368 Neuerkrankungen aus. In der Vorwoche waren es 308, davor 202 Fälle. Seit Jahresbeginn sind in Dresden damit 1 000 Menschen an der echten Grippe erkrankt. Hinzu kommen viele weitere Erkältungskrankheiten. Nicht nur die Arztpraxen sind voll, auch die Krankenhäuser verspüren eine Zunahme der Patientenzahlen. Laut einem Sprecher des Uniklinikums sind die kleinen Patienten besonders stark betroffen. „Unsere Kinderklinik erfährt derzeit eine extreme Zunahme von Grippekranken – sowohl ambulant als auch stationär“, so Felix Koopmann. Auch am Neustädter Klinikum ist von einem „Mehraufkommen“ die Rede.

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Ob dieses allein mit der Grippesaison oder auch mit den ferienbedingten Schließzeiten bei einigen Dresdner Kinder- sowie Hausärzten zusammenhängt, wissen die Kliniksprecher nicht. Die für die Ärzte zuständige Kassenärztliche Vereinigung Sachsen kann in dieser Woche keine Aussage treffen, wie viele der Dresdner Kinder- und Hausärzte ihre Praxen wegen des eigenen Urlaubs zwischenzeitlich schließen. „Die Ärzte dürfen aber nur Urlaub machen, wenn sie für eine Vertretung sorgen“, sagt Sprecherin Katharina Bachmann-Bux.

Um Ansteckungen mit dem Influenzavirus zu verhindern, empfiehlt die Landesuntersuchungsanstalt, den Kontakt zu erkrankten Personen zu meiden. Zudem gilt: Gründliches Händewaschen nach Personenkontakt, nach der Toilettenbenutzung sowie vor dem Essen. Auch auf Händeschütteln sowie das Berühren von Augen, Nase und Mund sollte verzichtet werden. Erkrankte sollen keinen Kontakt zu Säuglingen, Kleinkindern, abwehrgeschwächten sowie chronisch Kranken haben.