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Grönemeyer für Dresden

Die erste Großdemo für Toleranz und Weltoffenheit in Dresden stemmten Stadt und Freistaat. Nun machen die Bürger selbst ein Fest mit Musik und Tanz. Prominente Künstler sind begeistert - und Canaletto wird bunt.

© dpa

Dresden. Herbert Grönemeyer, Jan-Josef Liefers und Radio Doria, Silly, Keimzeit und Christian Friedel mit Woods of Birnam sind Botschafter für ein buntes Dresden. Sie spielen am Montag ab 18 Uhr bei einem von Bürgern initiierten Fest unter dem Motto „Offen und bunt - Dresden für alle“ an der Frauenkirche. Das Programm umfasst auch Auftritte von Dresdner Musikern von Semperoper und Philharmonie bis hin zu Yellow Umbrella und Banda Comunale, wie die Organisatoren am Donnerstag bekanntgaben. „Wir hoffen auf ein tausendfaches Bekenntnis für Weltoffenheit und Toleranz“, sagte Mitinitiator Gerhard Ehninger vom Dresdner Verein „Dresden – Place to be“.

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Dafür tun sich auch Toni Krahl (City) und Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen) zusammen, kommen Jeanette Biedermann mit Ewig, Jupiter Jones und Marquess in die Elbestadt. Zu den Organisatoren gehören mit den Initiativen „Dresden für alle“ und „Weltoffenes Dresden“ auch die bisher schon für ein anderes Bild der Stadt tätigen Akteure. „Es ist ein vielfarbiges Bündnis, das will eines: gegenseitige Toleranz und Respekt, aber auch Diskussionskultur“, betonte Ehninger. Statt Politikerreden wird es kurze Gespräche, Live-Statements etwa von Komiker Olaf Schubert sowie Videobotschaften von Menschen geben, die von Ausländerfeindlichkeit betroffen sind oder sich dagegen engagieren.

Pegida-Anhänger auch auf die Straße

Die Veranstaltung findet zeitgleich zur 13. Kundgebung der islamkritischen Pegida-Bewegung statt. Nachdem die letzte montägliche Aktion wegen einer Terrordrohung abgesagt wurde, wollen die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ wieder auf die Straße gehen - trotz des zwischenzeitlichen Rückzugs ihres Gründers Lutz Bachmann. Der Ort ist noch nicht bekannt.

„Wir stehen nicht gegen, sondern für etwas: dass in Dresden auch Weltoffenheit gelebt wird“, betonte Ehninger. Davon soll auch die berühmte Skyline der Barockstadt zeugen: ein bunt angestrahlter Canaletto-Blick. Für das rein private Fest mit Musik und Tanz würden noch Spender gesucht, sagte Organisationschef Volker Knöll. Zudem laufen Gespräche mit TV-Sendern wegen einer Liveübertragung. „Es wäre toll, wenn das noch klappt.“ (dpa)

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