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Größere Sturmschäden an Privathäusern

An der Chemnitzer Straße 42 droht eine Wand einzustürzen. Bei zwei weiteren Gebäuden könnte das genauso passieren.

© André Braun

Von Heike Heisig

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Leisnig. Fast zwei Monate ist es her, dass Orkan „Friederike“ über Mittelsachsen gezogen ist und in nahezu allen Städten und Gemeinden Schäden an Gebäuden, in Parks und Wäldern angerichtet hat. In Leisnig ist die Liste der noch zu behebenden Sturmschäden um einiges kürzer geworden. „Am Rathaus oder dem Herrenhaus in Börtewitz sind die Reparaturen inzwischen abgeschlossen“, teilte Bauamtsleiter Thomas Schröder am Donnerstagabend den im Technischen Ausschuss mitarbeitenden Stadträten mit.

Noch nicht behoben sind die Schäden nach seinen Worten unter anderem am First der Karl-Zimmermann-Turnhalle im Bereich des Wandertreffpunktes. „Dort sind wir noch mit der Versicherung im Gespräch“, begründete Schröder. Ein anderer Grund für Reparaturen in der Warteschleife sei, dass die Handwerker gut zu tun haben. Daher wolle die Kommune nicht noch zusätzlich Druck aufbauen. Ausbesserungsarbeiten müssten noch an den Dächern am Zollhaus in Bockelwitz, am Markt 17, am Peter-Apian-Platz 5 sowie am Alternativen Jugendzentrum an der Chemnitzer Straße erledigt werden. Einen Termin, bis wann die Kommune den Orkan „Friederike“ abhaken will, nannte der Bauamtsleiter nicht.

Wie er berichtete, ist die Verwaltung nach wie vor noch mit den Eigentümern von Privathäusern in Verbindung, an denen während des Orkans Schäden entstanden sind. Das betrifft besonders das Haus an der Chemnitzer Straße 42, wo sich Vertreter der Kommune auch schon mehrfach zu Bauberatungen eingefunden haben. Zuletzt wieder am Mittwoch. Das Dach des Gebäudes ist jetzt freigelegt. „Der Giebel muss womöglich neu hochgezogen werden“, schilderte der Amtsleiter. Er sprach von einer gravierenden Rissbildung. „Die Wand am Erker droht zu kippen“. Das alles erfordere den teilweisen Neuaufbau.

Weil die Arbeiten doch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen werden, sei mit der Eigentümerin des Gebäudes abgesprochen, dass die Handwerker ein Gerüst mit einem Schutztunnel für Fußgänger aufstellen. Im Moment ist der Weg vorm Haus noch so abgesperrt. Fußgänger werden gebeten, den Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite zu nutzen. Das bedeutet aber: Wer zum Beispiel vom Café Gitt in die Colditzer Straße will, muss drei weitere Fußgängerampeln überqueren. Dieser Umweg entfällt, wenn ein Gerüst mit entsprechendem Schutz steht.

Ist das Haus Chemnitzer Straße gesichert, will die Eigentümerin nach Angaben von Bürgermeister Tobias Goth (CDU) entsprechende Unterlagen nachreichen. Er geht davon aus, dass wieder eine Nutzung vorbereitet wird. Schon vor längerer Zeit war das einmal geplant, lag dem Technischen Ausschuss ein Bauantrag vor. Vor dem Sturm stand die Immobilie leer.

„Die meisten Eigentümer, die wir nach dem Orkan angeschrieben und auf Schäden hingewiesen haben, hatten sich bei uns gemeldet und auch reagiert“, so Thomas Schröder. Nicht passiert ist das vonseiten des Eigentümers des Hauses Chemnitzer Straße 23/25. Große Sorgen bereiteten der Kommune noch die Gebäude Turnerstraße 5 und Kirchstraße 2 (alte Druckerei). „Wir haben dort gravierende Mängel an der Bausubstanz festgestellt“, sagten Schröder und Goth. Beide sprachen davon, dass davon auszugehen sei, dass es zu Einbrüchen innerhalb der Häuser kommen kann.