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Größerer Teich für mehr Sicherheit

Der derzeitige Löschwasserteich in Fischbach erfüllt überhaupt nicht die Norm – und das, obwohl immer mehr Einfamilienhäuser entstehen.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

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Fischbach. Wenn bei den Kameraden der Fischbacher Feuerwehr ein Notruf eingeht, zählt jede Sekunde. Doch nicht nur die Schnelligkeit der freiwilligen Feuerwehrmänner entscheidet über den Ausgang eines Brandes. Ausreichend Wasser zur Bekämpfung der Flammen muss ebenfalls vorhanden sein. Schaut man sich allerdings den aktuellen Löschwasserteich des Arnsdorfer Ortsteiles an, beschleichen einen Zweifel, ob das dortige Wasser tatsächlich ausreicht. Und genau das ist nicht der Fall. „Die Norm geht von 1000 Kubikmeter Wasservolumen aus. In Fischbach haben wir gerade einmal 60 Kubikmeter“, erklärt der zuständige Planer der Heinrich Ingenieurgesellschaft aus Freiberg. Er hat am Mittwochabend die geplante Vergrößerung des Löschwasserteiches dem Arnsdorfer Gemeinderat intensiv vorgestellt.

Der Fischbacher Teich bezieht sein Wasser aus dem kleinen Fluss Dörnigborn und liegt auf einem privaten Grundstück. Er ist circa 15 Meter lang, sieben Meter breit und gerade einmal 65 Zentimeter tief. Der Durchlass zum Teich, über dem sich die Zufahrt zu den Grundstücken der Kirchstraße 82 und 84 befindet, ist ebenso beschädigt wie die Einfassung des Teiches und die Stützwand. Es besteht also nicht nur aus Sicht der Feuerwehr dringender Handlungsbedarf, sondern auch aus baulicher Sicht.

In erster Linie soll der Löschwasserteich natürlich vergrößert werden. In Absprache mit dem Eigentümer und der Fischbacher Feuerwehr fällt deshalb der Wiesenstreifen zwischen dem Teich und dem gegenüberliegenden Zaun weg. Dadurch kann immerhin eine Fläche von 285 Quadratmetern erreicht werden. Mit einer Tiefe von 2,50 Meter erreichen die Freiberger Planer nach aktuellen Berechnungen immerhin 650 Kubikmeter Wasservolumen. „Das erfüllt zwar immer noch nicht die Anforderungen von 1 000 Kubikmeter aber wir kommen nicht tief genug, um die Norm zu erreichen“, so der Fachmann. Neben der Vergrößerung des Teiches, soll auch der vorhandene Durchlass ersetzt werden. Dafür muss für rund drei Wochen die Zufahrt zu den Grundstücken gesperrt werden. Außerdem erhält der Löschwasserteich einen Saugschacht sowie Aufstellflächen für die Pumpen. Somit kann auch die Feuerwehr künftig besser ihre Arbeit erfüllen.

Wann die Vergrößerung des Löschwasserteiches beginnen kann, ist noch unklar. Die Fördermittel sind beantragt und grundsätzlich steht das Projekt auch auf der Vorhabensliste des Landkreises Bautzen. Bürgermeisterin Martina Angermann hofft, dass die Erweiterung in diesem Jahr klappt. Die Planungen hat der Gemeinderat immerhin bestätigt. Sehr zur Erleichterung von Fischbachs Ortsvorsteherin Christine Valley: „Direkt gegenüber sind in der Vergangenheit neue Häuser entstanden und in zweiter Reihe wird ebenfalls gebaut.“ Ein größerer Löschwasserteich würde die stetig wachsende Ortschaft und deren Bürger also enorm beruhigen.