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Riesa

Der erste große Umbau nach der Flut

Riesas größter Bäcker hat kräftig investiert– der Industriecharme sollte weg.

Nach dem Umbau öffnete Filialleiterin Verena Brade den Verkauf an der Nossener Straße in Riesa am Mittwoch wieder für die Kunden. Ab dem Wochenende hat auch das dazugehörige Café in der ersten Etage wieder offen. © Sebastian Schultz

Riesa. Die ersten Kunden sind etwas verwirrt: „Das ist ja alles anders herum“, sagt ein Stammkunde lachend, als er zur Tageszeitung auf der gläsernen Theke greifen will. Seit Mittwoch hat der Verkauf am Stammsitz der Bäckerei Brade auf der Nossener Straße in Riesa nach dem Komplettumbau wieder geöffnet. Und tatsächlich hat sich viel verändert, erklärt Matthias Brade. „Die Verkäufer mussten früher durch die Kundenschlange durch, wenn sie ins Café nach oben wollten“, erklärt der Bäckermeister. Das habe man nun optimiert – und zudem von den Fliesen über die Sanitäreinrichtungen bis zum Mobiliar alles erneuert sowie den Backofen vergrößert.

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Die umgebaute Filiale von außen. ©  Sebastian Schultz

„Früher war hier alles ein bisschen industrieller“, sagt Matthias Brade selbstkritisch. Schließlich hatte man das Haus nach der Jahrhundertflut 2002, die den früheren Sitz in Röderau-Süd überschwemmte, in nur vier Monaten hochgezogen. Nun sollte alles etwas gemütlicher werden. Graue Fließen, graue Strukturtapeten, grün-bunte Polstermöbel. Die Auswahl stand unter der Regie der Jugend, sagt Matthias Brade mit Blick auf seine Kinder. „Wir hatten das schon lange vor und wollten auch was Schönes für Riesa machen.“ Schließlich sei auch er ein echter Kaffeesachse und genieße Café-Besuche.

Das Unternehmen Brade zählt etwa 160 Mitarbeiter und 19 Fachgeschäfte, fast alle bieten auch Sitzmöglichkeiten. (SZ/ste)