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Groß geplant, klein gebaut

In den letzten beiden Jahrzehnten ist viel über den grünen Promenadenring um die Altstadt gesprochen worden. Nur geschehen ist nicht viel. Jetzt kann endlich damit begonnen werden, da die Fördermittel kommen.

© Wolfgang Wittchen

Peter Hilbert

In den letzten beiden Jahrzehnten ist viel über den grünen Promenadenring um die Altstadt gesprochen worden. Nur geschehen ist nicht viel. Jetzt kann endlich damit begonnen werden, da die Fördermittel kommen. Das ist wenigstens ein Anfang. Doch genau betrachtet wurde der ursprüngliche Entwurf zugunsten von Neubauten enorm zusammengestutzt. Sicher hat der Verkauf von Baugrundstücken zweistellige Millionenbeträge in die Rathauskasse gebracht. Die kann die Stadt sicher gut gebrauchen. Doch das ging eindeutig zulasten des Promenadenrings. Der jetzige westliche Abschnitt wird nur eine Mini-Variante des 1991 vom Kölner Architekten Joachim Schürmann geplanten und von der Stadt so später beschlossenen großzügigen breiten Boulevards.

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Doch daran kann jetzt nichts mehr geändert werden. Der erste Neubaukomplex zwischen Wall- und Marienstraße steht, die drei anderen sind im Bau. Wichtig ist, dass es nicht bei diesem westlichen Abschnitt bleibt. Sonst wäre alles nur Stückwerk. Es gab schon zu viele Pläne, die zwar schön aussahen, bei denen es letztlich aber auch blieb. Hier geht es darum, den Dresdnern zu zeigen, dass die Stadt durchaus in der Lage ist, Visionen umzusetzen. Und was gäbe es schöneres als einen grünen Promenadenring um die Altstadt?