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Großbaustelle Goethestraße

Gleich zwei Gerüste sind nun errichtet worden. Bei einem der Häuser ist das eine Überraschung.

© Dietmar Thomas

Von Eric Mittmann

Hartha. Es wird wieder gearbeitet in der Harthaer Goethestraße. Nachdem bereits im vergangenen Jahr das Gebäude Nummer 6 dem Bagger weichen musste, stehen nun seit einigen Tagen Baugerüste sowohl vor dem Haus Nummer 8 als auch Nummer 10.

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Im Falle des ehemaligen Kinos handelt es sich dabei um „ganz normale private Umbauten“, wie Eigentümer Ronny Walter erklärt. „Wie es mit dem Kino weitergeht, steht noch in den Sternen. Darüber lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nichts weiter sagen.“

Überraschend wird für viele jedoch vor allem das Gerüst am Gebäude Nummer 10 sein. Als im vergangenen Jahr die Abrissarbeiten an der Nummer 6 begannen, haben die Arbeiter den davor stehenden Sicherungszaun einfach zwei Häuser weiter gerückt. Von Nummer 10 ging ebenso eine Gefahr aus, wie zuvor von der nun nicht mehr vorhandenen Nummer 6. Immer wieder fielen Teile von dem Gebäude ab, weshalb der sich davor befindende Fußweg gesperrt werden musste. Bereits damals wurde spekuliert, ob das Haus künftig ebenfalls dem Bagger zum Opfer fallen wird. „Darüber können wir nichts sagen. Das ist Angelegenheit des Besitzers“, erklärte Bauamtsleiter Ronald Fischer dazu.

Statt das Gebäude abzureißen, verfolgt der Besitzer, das Zentrale Flächenmanagement Sachsen, jedoch einen anderen Plan. „Wir haben Sicherungsmaßnahmen an dem Gebäude eingeleitet“, erklärt Stefan Wagner, kommissarischer Geschäftsführer der Behörde. Derzeit gehe von der Nummer 10 ein erhebliches Risiko aus. Dennoch sei derzeit der Plan, das Haus zu erneuern und an einen neuen Interessenten zu verkaufen. „Wir wollen das Gebäude schnellstens loswerden, weil der Freistaat daran kein Interesse hat. Das Haus wurde uns letztendlich als Fiskalerbschaft überlassen. Es kann also davon ausgegangen werden, dass einiges an Schulden darauf liegt“, so Wagner. „Bevor es jedoch überhaupt zum Verkauf kommen kann, müssen wir erst einmal selbst einige Hausaufgaben machen.“

Dabei meint der kommissarische Geschäftsführer nicht nur die Beseitigung der Schulden, sondern auch die Reparaturarbeiten. „ Es gibt da wirklich erhebliche Probleme, vor allem im Dachgeschoss. Eine vorgemauerte Wand muss heruntergenommen werden, damit sie nicht in den Hof fällt. Darüber hinaus müssen wir sowohl den Dachstuhl als auch die Decke und die Dachhaut erneuern“, zählt Wagner auf. Insgesamt geht er von einem Kostenaufwand von etwa 30 000 Euro aus. „Und dabei ist die Ausschreibung noch nicht enthalten.“

Diese erfolge, sobald das Gebäude sicher und schuldenfrei sei. „Ich denke, es wird allerdings noch ungefähr ein halbes Jahr dauern, bis wirklich Bewegung in die Sache kommt“, so Wagner. Sollte die Behörde das Haus nicht verkaufen können, komme es dennoch zum Abriss. „Das steht allerdings aktuell nicht im Raum“, sagt der Geschäftsführer dazu.