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Große Auswahl beim Grafikmarkt

Rund 50 Aussteller präsentierten am Wochenende ihre Werke auf der Albrechtsburg. Viele Besucher kamen und kauften.

© Claudia Hübschmann

Von Peter Braukmann

Meißen. Der Meißner Kunstverein und die Albrechtsburg luden ein zum Besuch des 18. Meißner Grafikmarkts. Das gefiel offenbar auch dem lieben Gott, denn er spendierte uns einen sonnigen, warmen Frühlingstag. Auf dem Vorplatz zum Eingang der Albrechtsburg standen Tische und Stühle, die zur Rast bei Kaffee, Kuchen oder Wein einluden. So entstand ein großartiges Ambiente um die Ausstellung, die selber an Qualität keinerlei Mangel litt.

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Gut 50 Aussteller präsentierten in den Gewölben der Burg ihre Kunst. Die Werke reichten von griffiger Popart, stilsicherer Fotografie, Landschaftsbildern als Zeichnungen oder Radierungen bis hin zu Werken im Stil der Neuen Wilden. Hier hatte der Veranstalter bei der Auswahl eine sichere Hand bewiesen, denn für die über fünftausend Besucher war für jeden Geschmack etwas zu finden.

Gerade die sorgfältige Auswahl sei ein gewaltiges Stück Arbeit, sagte der Vorsitzende des Kunstvereins, Daniel Bahrmann. Denn die stetig wachsende Zahl der Bewerber mache es nicht leicht, faire Entscheidungen zu treffen. Die Ausstellerzahl ist in der Tat gerade eben noch zu verkraften, denn die räumliche Kapazität setzt natürliche Grenzen. Wenn der Andrang an Besuchern zu groß ist, ist es in einigen Räumen schon nicht leicht, ungestört die ausgestellten Werke zu betrachten. Dennoch will der Kunstverein genau diese Konzeption beibehalten und nicht in einem auf Kommerz ausgerichteten Wachstum die Einmaligkeit und Intimität des Kunstmarkes vernichten.

„Der Kunstmarkt“, sagt Bahrmann „ist als Bühne für die heimischen Künstler gedacht, auf der sie sich darstellen können und ihre Werke einer großen Anzahl Besucher zum Verkauf anbieten.“ Davon wurde auch reichhaltig Gebrauch gemacht. In den Stunden, die wir dort verbrachten, wechselte so mancher Euro gegen ein schönes Bild den Besitzer.

Neben den Künstlern fanden auch Literaturzeitschriften ein Podium. Es präsentierten sich ebenfalls Bilderrahmenwerkstätten, Fotostudios und Kreativwerkstätten. Das Informationsangebot war sehr umfassend und die Kommunikationsbereitschaft aller Ausstellenden ist ein besonderes Merkmal dieses Grafikmarktes. Hier blieb keine Frage unbeantwortet.

Es sei noch einmal aufgesagt: die Albrechtsburg ist der ideale Ort für den Meißner Grafikmarkt. Und darüber hinaus ein großartiger Partner, der durch sein unbürokratisches, kollegiales Verhalten allen Beteiligten die Arbeit erleichtert, bedankt sich Daniel Bahrmann.

Das ist doch schön zu hören in einer Welt, in der Regularien und Vorschriften immer mehr der Kreativität im Wege stehen. Der steile Weg hinauf zur Albrechtsburg hat sich an diesem Wochenende einmal wieder mehr als gelohnt.