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Große Schäden in den Wäldern

Sturmtief Friederike hat viele Bäume umgeknickt und entwurzelt. Die Verwaltung des Biosphärenreservats Heide- und Teichland warnt nun vor Gefahren.

© dpa

Malschwitz. Sturmtief Friederike hat auch in den Wäldern des Heide- und Teichlands schwere Schäden angerichtet. Wie die Verwaltung des Biosphärenreservats mitteilt, seien vor allem Privatwälder betroffen. Besonders in den beiden Forstrevieren Milkel und Hermsdorf hätten die orkanartigen Böen große Schäden hinterlassen. Zahlreiche Bäume sind abgebrochen oder entwurzelt. Nach ersten Schätzungen der Verwaltung summiert sich die Menge des Schadholzes auf 15 000 bis 20 000 Festmeter.

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Inzwischen haben die Aufräumarbeiten begonnen. Zunächst würden die öffentlichen Wege und Straßen wieder freigeschnitten. Die Biosphärenreservatsverwaltung verweist auf die damit verbundenen Gefahren, weil entwurzelte Bäume umfallen oder Äste herabstürzen können. „Die Arbeit ist nur etwas für Profis“, sagt Revierleiter Holm Berger allen voran auch in Richtung der privaten Waldbesitzer.

Deshalb bittet die Behörde Waldeigentümer, sich bei den zuständigen Revierleitern über Arbeitssicherheit, mögliche Gefahrenquellen und fürs Aufräumen geeignete Gerätschaften zu informieren. Darüber hinaus seien diese auch behilflich beim Feststellen der Grundstücksgrenzen und bei Fragen rund um den Verkauf von Sturmholz.

Bei der Aufarbeitung der Sturmschäden gibt es laut Angaben von Holm Berger aktuell keinen Zeitdruck. „Erst im Frühjahr können Waldschutzprobleme entstehen.“ Damit sich betroffene Waldbesitzer umfassend informieren können, planen die Verwaltung des Biosphärenreservats und die Kreisforstämter Bautzen und Görlitz in der kommenden Woche zudem eine Veranstaltung in Wartha bei Guttau. Dort werden demnach Fachleute ausführlich Rede und Antwort stehen. Informationen rund um die Beräumung des Schadholzes und Kontakte zu Ansprechpartnern gibt es außerdem im Internet.

Trotz der hohen Schäden mussten im Biosphärenreservat Heide- und Teichland keine Wälder gesperrt werden. Um jedoch mögliche Gefahren und Risiken zu vermeiden und auch um die Aufräumarbeiten nicht zu behindern, ruft die Biosphärenreservatsverwaltung die Menschen dazu auf, Waldbesuche in den kommenden Tagen zu vermeiden. (SZ/sko)

Informationsveranstaltung für betroffene Waldbesitzer, Donnerstag, 1. Februar, 19 Uhr, Haus der Tausend Teiche, Wartha, Dorfstraße 29

www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de