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Große Schäden in Harthas Wäldern

Die Fröhne und das Wäldchen sind gesperrt. Im Wendishainer Wald sind die Mitarbeiter des Sachsenforstes in Aktion.

© dpa

Von Sylvia Jentzsch

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Hartha. Orkan Friederike hat an vielen Stellen im Stadtgebiet Spuren hinterlassen. Während die umgestürzten Bäume auf dem Schulhof schon beseitigt sind, wird es an anderen Stellen etwas länger dauern, bis die Schäden verschwunden sind.

Das trifft auf die Fröhne und das Stadtwäldchen zu. Die beiden Wälder sind gesperrt und werden erst wieder frei gegeben, wenn keine Gefahr beim Betreten mehr besteht. „Wir haben uns mit dem Forst in Verbindung gesetzt und über die notwendigen Arbeiten verständigt. Wir haben mit dem Fortsbetrieb einen sogenannten Betreuungsvertrag. Ob der Forst die Schäden selbst beseitigt oder eine Firma einsetzt, ist ihm überlassen“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer. Er hofft, dass aufgrund der Vereinbarung keine Kosten auf die Stadt zukommen, der Verkauf des umgebrochenen Holzes viel einbringt oder vielleicht ein Erlös erwirtschaftet wird. Der Bauamtsleiter bittet darum, dass die Sperrung beachtet wird. Es werde keine Haftung übernommen, wenn jemandem etwas passiere. Der Sachsenforst selbst muss in seinem Wald in Wendishain große Schäden beseitigen. Dafür wurden bis vergangene Woche der Asterberg und die Straße nach Klosterbuch gesperrt.

Wurzeln sollen aufgestellt werden

Entlang der Schlumper in Steina hatte bereits Sturm Herwart im Herbst viele Bäume entwurzelt. Jetzt liegen sie fast wie Mikadostäbe auf den Wiesen. „Wir sind mit der Firma Kutscher im Gespräch, die die Aufräumarbeiten übernehmen wird“, so Ronald Fischer. Es sei geplant, die großen Wurzeln wieder in ihre ursprüngliche Lage zu bringen, um das weitere Ausspülen des Bachbettes zu verhindern. „Dafür muss schwere Technik eingesetzt werden. Das ist zurzeit nicht möglich, weil durch den Regen der Boden aufgeweicht ist. Der würde dann wahrscheinlich großen Schaden nehmen“, so Fischer.

Noch immer seien auch die Mitarbeiter des Bauhofes mit der Beseitigung von umgefallenen Bäumen beschäftigt. Nur dort, wo Gefahr bestehe, sind Fachleute gefragt. Und die sind zurzeit aufgrund der hohen Nachfrage schwer oder gar nicht zu bekommen. Unterstützung gab es bei der Schadensbeseitigung von den Kameraden der Feuerwehr, bei denen sich der Bauamtsleiter und Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) für den Einsatz bedanken.

Das Schuldach wurde gleich am Tag nach dem Orkan von der Dachdeckerfirma Heiner Hauptmann repariert, sodass nun die Schüler und Lehrer wieder gefahrlos den Vordereingang nutzen können.