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Großeinsatz bei Stahlbau Lüttewitz

Fast alle Feuerwehren der Stadt sind wegen einer Verpuffung in dem Betrieb ausgerückt. Es war eine groß angelegte Übung.

© Stahlbau Lüttewitz

Von Sylvia Jentzsch

Döbeln. Im gesamten Stadtgebiet waren am späten Donnerstagnachmittag die Martinshörner der Feuerwehrfahrzeuge zu hören, die zu einem Einsatz ausrückten. Die Kameraden wurden um 17.50 Uhr zur Firma Stahlbau Lüttewitz gerufen. Zuvor war Feueralarm im Gebäude ausgelöst worden. Es erfolgte die Meldung an die Leitstelle, dass es an der hauseigenen Gasanlage einen Defekt gebe, der zu einer Verpuffung mit Brandfolge in der Fertigungshalle geführt habe. Außerdem würden zwei Mitarbeiter vermisst. Die anderen hatten das Gebäude verlassen und sich auf den Sammelplätzen eingefunden.

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Die Feuerwehrleute wussten zu Beginn nicht, dass es sich um eine groß angelegte Übung handelt, die die Wehrleitung etwa ein halbes Jahr lang vorbereitet hatte. Es kamen die Drehleiter zum Einsatz, von der aus gelöscht wurde, und auch Atemschutzträger, die in der vorgetäuscht verqualmten Halle die beiden vermissten Mitarbeiter suchten und in der Lehrwerkstatt fanden.

Es rückten bis auf Limmritz und Ebersbach alle Döbelner Ortswehren aus. 44 Kameraden und drei Rettungssanitäter waren vor Ort, so der stellvertretende Wehrleiter Lutz Hesse, der den Einsatz leitete. Die Limmritzer und Ebersbacher Kameraden stellten während der Übung den Brandschutz sicher. „Wenn während der Übung irgendetwas passiert, müssen wir trotzdem einsatzfähig sein“, erklärte Lutz Hesse.

„Ziel der Übung war es, herauszubekommen, wie lange es dauert, bis die Mitarbeiter das Gebäude verlassen haben, wie lange wir wegen der Umleitung bis nach Lüttewitz benötigen und wie es mit dem Wasserdruck aussieht“, so Lutz Hesse. 18.50 Uhr wurde die Übung abgebrochen. „Wir haben das Übungsziel erreicht“, so Lutz Hesse.