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Großeinsatz lässt Seriendieb auffliegen

© Polizei

Ein Mann, der am Dienstag an der Görlitzer Brückenstraße gestohlene Waren dabei hatte, soll noch viele weitere Taten begangen haben. Er befindet sich in Haft.

Görlitz/Ostsachsen. Am Dienstag führten Polizei und Zoll mit 240 Beamten einen zwölfstündigen Großeinsatz von Guben bis ins Oberland durch, um die grenzüberschreitende Eigentumskriminalität zu bekämpfen. Wie jetzt bekannt wurde, ist den Einsatzkräften dabei ein Seriendieb ins Netz gegangen, dem inzwischen mindestens 14 Taten zur Last gelegt werden. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Der 23-jährige polnische Staatsbürger war am frühen Dienstagmorgen im Bereich der Görlitzer Uferstraße kontrolliert worden. Dabei fanden die Beamten bei ihm Kleidungsstücke, Schmuck und Whisky im Wert von etwa 350 Euro. Die Gegenstände waren am Montag im Stadtgebiet Görlitz aus zwei Geschäften gestohlen worden. Die Polizei nahm den Mann vorläufig fest.

Inzwischen haben die Ermittler des Polizeireviers Görlitz auch noch mehrere Diebstähle aus den vergangenen dreieinhalb Wochen aufklären können, die man dem 23-Jährigen zuordnen konnte, teilen die Ermittlungsbehörden mit.

So soll der Beschuldigte am 3. Juli an der Brückenstraße in Görlitz ein Vorderrad eines Fahrrades sowie ein Fahrrad ohne Vorderrad entwendet haben. Ebenso machen die Ermittler den 23-Jährigen für das Verschwinden mehrerer technischer Geräte aus einem Gebäude an der Brückenstraße verantwortlich. Ein PC samt Monitor sowie ein Beamer im Wert von circa 2 500 Euro wurden zwischen dem 25. und 26. Juni 2018 gestohlen. „Da schon zuvor gegen den Beschuldigten ermittelt wurde, können ihm bisher insgesamt 14 Taten ihm zur Last gelegt werden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Gesamtschaden der Diebstähle beträgt etwa 3.300 Euro.

Kriminalisten sicherten nach der Festnahme die Fingerabdrücke und die DNA des Mannes. So sollen möglicherweise weitere Straftaten aufgeklärt werden. Wegen bestehender Wiederholungsgefahr ordnete der Haftrichter am Amtsgericht Görlitz die Untersuchungshaft an. Der Tatverdächtige bleibt damit in der JVA. Auf gewerbsmäßigen Diebstahl steht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren. (szo)