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Corona zum Trotz: Was macht Sie im Advent glücklich?

Plätzchen backen, Musizieren oder einfach nur den Anblick des weihnachtlichen Moments genießen: Das kleine Glück hat viele Gesichter.

Von Catharina Karlshaus
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Seit Dienstag gibt es ihn in Großenhain: Matthias Schmieder, Geschäftsbereichsleiter Stadtkultur und Ordnung, und OB Sven Mißbach (re.) bringen ihre Wünsche am Tannenbaum auf dem Hauptmarkt an. Wer möchte, kann es ihnen ab sofort gleichtun.
Seit Dienstag gibt es ihn in Großenhain: Matthias Schmieder, Geschäftsbereichsleiter Stadtkultur und Ordnung, und OB Sven Mißbach (re.) bringen ihre Wünsche am Tannenbaum auf dem Hauptmarkt an. Wer möchte, kann es ihnen ab sofort gleichtun. © Norbert Millauer

Großenhain. Die Hoffnung in den vergangenen Wochen war groß. Die Hoffnung und noch überwältigender die Sehnsucht nach einer fröhlichen, unkomplizierten Vorweihnachtszeit. Wird es endlich wieder eine Tasse Glühwein auf dem geschmückten Markt geben? Stimmungsvolle Konzerte und ausgelassene Veranstaltungen, welche die Seele baumeln lassen, oder der gemütliche Kaffeeschwatz in Großfamilie, der keinem vorsichtigen Rechenexempel unterliegen muss?

Nach dem ersten Advent ist klar: Auch dieses Mal wird die Unbeschwertheit, so wie wir sie im letzten Jahr bereits sehr vermisst haben, noch nicht wieder an die Festtagstafel zurückkehren. Verschwunden sind plötzlich die Hütten auf dem Großenhainer Hauptmarkt, noch bevor sie überhaupt Besucher empfangen konnten. Abgesagt wurden allerorten die kulturellen Zusammenkünfte, noch bevor sie überhaupt jemanden mit Gesang und Spiel erfreuen durften. Weihnachten, wie es einmal war? Absolute Fehlanzeige!

Oder, vielleicht doch nicht? Ist diese Zeit nicht vor allem auch das, was wir selbst vermögen, aus ihr zu machen? Bestand das adventliche Elixier von gestern nicht vor allem aus einer guten Portion Einfachheit, Tradition und dem bloßen Verlangen nach Besinnung und dem wohltuenden Gefühl, einen Gang zurückzuschalten? Löste etwa der erste Schnee, der plötzlich die Wiese im morgendlichen Garten wie Puderzucker bestäubte, nicht die pure Begeisterung aus? Genauso wie all die Leckereien, die Mama und Oma in der Küche aus köstlichem Teig, Ausstechförmchen und Zuckerguss in der Lage waren zu zaubern? Ganz zu schweigen von den Bastelorgien mit viel zu viel Leim und Farbe im Kinderzimmer, der herrlich dahin dudelnden Weihnachtsmusik, dem Duft von Räucherkerzchen, der ohne Geschwindigkeitsbegrenzung dahin drehenden und mindestens einmal pro Stunde festhängenden Pyramide sowie der Weihnachtsgans Auguste, die in Endlosschleife ihre ewig gleiche Geschichte erzählte. "Etwas muss man doch fürs Herze tun", wird der darin so liebenswert beschriebene Kammersänger Luitpold Löwenhaupt zuweilen heute gern zitiert.

Eine grummelige Weisheit, die gerade in diesem Dezember so bedeutsam war wie nie! Etwas fürs Herze tun, in diesen alles andere als unbelasteten Tagen. Dass kleine Glück im Advent aufzuspüren, sich möglicherweise erst daran zu erinnern oder es ganz neu für sich zu entdecken, kann in dieser besonderen Vorweihnachtszeit über manche zerschlagene Hoffnung hinweghelfen und erkennen lassen, was doch noch alles so geht.

Dabei wird diese Vorweihnachtszeit 2021 selbstverständlich wiederum eine andere sein als eigentlich allseits erwartet. Für jeden von uns, aus den ganz unterschiedlichen Gründen. Daran wird auch der in Großenhain geschmückte Tannenbaum freilich nichts ändern können, an dem seit Dienstagnachmittag Wünsche angebracht werden dürfen. Doch so lange es uns vergönnt ist, in jeglichem Sinne gesund zu sein oder unbeschadet zu werden, können wir uns auch diesen Weihnachtsmonat in seiner ganz eigenen Weise herzerwärmend gestalten.

Und deshalb möchten wir gern von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wissen, wie genau Sie das tun! Verraten Sie uns doch bitte, worin bei Ihnen das kleine Glück im Advent besteht! Wird jeden Abend ganz in Familie zusammen gesungen, geschmückt, was die letzte Zaunlatte hergibt, oder überraschen Sie Ihre Nachbarn gelegentlich mit unerwarteten Aufmerksamkeiten?

Wir freuen uns schon jetzt darauf, von all diesen kleinen Glücklichkeiten zwischen Großenhain und Thiendorf, Priestewitz und Ebersbach berichten zu dürfen! Schreiben Sie uns und lassen Sie auch andere Menschen an Ihrer Weihnachtsfreude teilhaben! Denn - natürlich ist es, wie es ist. Und das überdies zum zweiten Mal. Aber es wird, was wir daraus machen! Die SZ-Lokalredaktion wünscht Ihnen eine gesunde, besinnliche und schöne Adventszeit!

Wer uns schreiben möchte: [email protected] oder SZ-Lokalredaktion Großenhain, 01558 Großenhain, Schlossstraße 5 a.