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Großenhain

Auf ein frohes und gesundes Neues!

Es gibt selten ein Jahr, das mit einem einzigen Wort beschrieben werden könnte. Oder war 2020 vielleicht nicht am Ende doch viel mehr? Ein Kommentar.

Eigentlich alles wie immer und doch ganz anders: Der weihnachtliche Schmuck am Großenhainer Frauenmarkt führt die Röderstädter in ein hoffentlich gesundes neues Jahr 2021.
Eigentlich alles wie immer und doch ganz anders: Der weihnachtliche Schmuck am Großenhainer Frauenmarkt führt die Röderstädter in ein hoffentlich gesundes neues Jahr 2021. © N. Millauer; K. Richter/Montage: SZ-Bildstelle

Großenhain. Das war ja wohl nichts. 2020 schleicht sich so langsam, aber sicher von dannen und lässt tatsächlich bis zur letzten Minute - eine ohne Böller und farbenprächtige Raketen am Silvesterhimmel - nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen, dass es nicht unbedingt das beste Jahr aller Zeiten gewesen ist.

Ein Jahr, das wohl oder übel mit dem Namen Corona überschrieben werden könnte und der Pandemie scheinbar alles unterworfen hat: Pläne und Spontaneität, Freude, Geselligkeit und rauschende Feste, sportliche Aktivitäten, Kunst und Kultur, ausgiebige Einkaufstouren ebenso wie unbeschwertes Reisen nach nah und fern. Nie gekannte Ängste, wirtschaftliche Sorgen und Befürchtungen um das Wohl nahestehender Menschen lasteten stattdessen auf der Seele.

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Was scheint's gerade noch unverrückbar feststand, geriet ab März plötzlich Stück für Stück ins Wanken. All das, was bisher voller Selbstverständlichkeit unser Dasein ausmachte - etwa das Beisammensein mit Familie und Freunden - wurde einerseits zum kostbaren Gut. Und schärfte andererseits auf unerwartete Weise den Blick für die wesentlichen Dinge im Leben. Der hohe Stellenwert des Miteinanders und einer herzlichen Umarmung, die vielen kleinen Glücklichkeiten, welche wir schon lange nicht mehr als solche wahrgenommen haben, und die Gesundheit, als das unbezahlbare Maß aller Dinge.

Und siehe da, plötzlich ist dieses 2020 unterm Strich vielleicht doch gar nicht mehr nur noch zum Abhaken. Wurde trotz allem in ihm doch auch gelacht, Ehen geschlossen und Kinder geboren, gefeiert und intensive Momente miteinander verbracht. Sicherlich nicht immer in der Weise, wie wir uns das noch vor ein paar Monaten vorgestellt haben, und zuweilen auch nicht mit all den Menschen, die wir gern um den Tisch versammelt hätten. Auch wenn die Entfernung manchmal nur mit dem Telefon überbrückt werden konnte, bekamen wir aber gleichsam die Chance, wieder dichter zusammenzurücken. Die Uhren ticken seit Wochen irgendwie langsamer, die Welt ist spürbar leiser geworden und die außergewöhnliche Situation zwingt uns gnadenlos dazu, sich mehr mit sich selbst und seinem unmittelbaren Umfeld zu beschäftigen.

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E-Mail an Catharina Karlshaus

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