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Badesaison trotz Regen nicht verhagelt

Das Erlebnisbad geht in die Winterpause. Doch die Stammgäste halten bis zum letzten Tag durch.

Trotz Regen wagte sich ein Teil der Stammbader zum Saisonabschluss am Mittwoch noch einmal ins kühle Nass.
Trotz Regen wagte sich ein Teil der Stammbader zum Saisonabschluss am Mittwoch noch einmal ins kühle Nass. © Kristin Richter

Großenhain. "Bis 15.05.2022. Tschüss!" Uwe Hanneck macht auf einer seiner legendären Zeichnungen schon am letzten Tag der verflossenen Badesaison klar, worauf sich die mehr als 30 Stammbader aus Großenhain und Umgebung freuen. Die Neueröffnung im nächsten Jahr können sie kaum erwarten - aber erst einmal haben sie sich traditionell am 15. September mit dem Abbaden vom Erlebnisbad verabschiedet. Nach 14 Wochen, 102 Öffnungstagen mit 928 Stunden. Das hat Schwimmmeister Martin Lehmann noch schnell ausgerechnet, bevor sich die Stammgäste - oder zumindest ein Teil davon - noch einmal in die Fluten stürzten und anschließend bei Gegrilltem und einem Getränk beisammen saßen.

Daran konnte auch der Regen nichts ändern, der ja irgendwie typisch für diesen Sommer war. Aber: Die Saison war deswegen keineswegs "verhagelt". Das bestätigt die Statistik. Insgesamt zählten die Betreiber 19.239 Besucher - Durchschnitt 155 pro Tag. Sicher sind das weniger als 2020 - doch damals gab es auch einen Bilderbuchsommer.

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Dabei war der Start wie schon im Vorjahr holprig. Der Termin 15. Mai war wegen Corona nicht zu halten. Am 5. Juni erst durfte es losgehen - unter Einhaltung der 3-G-Regeln. Das stellte auch Stammbader Uwe Hanneck vor ein Problem - in den ersten Tagen musste er sich testen lassen, weil der vollständige Impfschutz noch nicht erreicht war. Zwei Wochen dauerten die Maßnahmen, zum Teil inklusive Kontaktnachverfolgung. Täglich musste das NEB-Team das Equipment am Eingang neu aufbauen. "Danach waren die Tische ganz schnell im Keller", beschreibt Martin Lehmann die Erleichterung.

Die Badelustigen trotzten den Widrigkeiten weitgehend. Das zeigt sich zum Beispiel in der Zahl der verkauften Saisonkarten: 46 waren es für Ermäßigte, 49 für Vollzahler. 106 sogenannte Zehner-Karten wurden verkauft und - bemerkenswert - 790 Familientickets. "Das ist für mich die Zahl des Jahres", so Martin Lehmann. Zeige diese Resonanz doch, dass das NEB den richtigen Weg gegangen ist.

Bestbesuchter Tag in der 21er Saison war der 20. Juni mit 781 Gästen. Tags zuvor wurde mit 33 Grad die Höchsttemperatur erreicht. Im Juli kamen durchschnittlich 241 Wasserraten pro Tag, und selbst im September lag dieser Wert noch bei 100.

Weitere Zahlen des Schwimmmeisters sorgen sicher nicht nur bei den Stammbadern für Aufsehen: Allein 420 Stunden war das gesamte NEB-Team damit beschäftigt, die Becken sauber zu halten. Ein Hauptproblem: Es mussten elf Tonnen Algen "geborgen" und entfernt werden. Und: 25 Mal wurde der Rasen auf dem Areal gemäht.

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Dafür gab es Lob nicht nur von den Stammgästen, sondern auch von Oberbürgermeister Sven Mißbach und Bürgermeister Tilo Hönicke inklusive einer Spende für die "Klassenkasse" der Truppe. Uwe Hanneck ist froh, dass der Stamm erhalten geblieben ist und auch ein paar jüngere Leute hinzugestoßen sind. Man wird sie alle wieder treffen - am 15. Mai 2022. Und ganz bestimmt auch im Wasser - egal, wie kalt es sein mag.




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