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Bahnhofstraße kriegt neuen Belag

Schwerlastverkehr und Busse haben tiefe Risse verursacht. Die werden mit einem neuen Verfahren nun beseitigt. Verkehrsbehinderungen sind absehbar.

Risse im Straßenbelag auf der Bahnhofstraße: Der Belag hält dem Lkw- und Busverkehr nicht mehr stand und wird deshalb im Oktober/November erneuert.
Risse im Straßenbelag auf der Bahnhofstraße: Der Belag hält dem Lkw- und Busverkehr nicht mehr stand und wird deshalb im Oktober/November erneuert. © Norbert Millauer

Großenhain. Anwohner, vor allem aber Verkehrsteilnehmer, müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im Bereich der Bahnhofstraße in Großenhain einstellen. Voraussichtlich von Mitte Oktober bis Mitte November wird zwischen Herrmanstraße und Mozartallee gebaut.

Der Bereich gehört zu den meistbefahrenen in der Stadt und wird vor allem durch Schwerlast- und Busverkehr stark frequentiert. Das, so Bürgermeister Tilo Hönicke zur Sitzung des Technischen Ausschusses am Montag, habe "zu verstärkter Rissbildung" geführt. Um das Eindringen von Wasser in den Straßenoberbau und die damit verbundene Vergrößerung der Risse bis hin zu möglichen Aufbrüchen zu verhindern, ist nunmehr die Sanierung der Straßendecke vorgesehen.

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Das wird mit einer Verfahrensweise passieren, "die in Großenhain erstmals angewendet wird", so Tilo Hönicke. Um künftige Sanierungsintervalle zu verlängern, ist im gesamten Baubereich der Einbau eines Asphaltbewehrungsgitters beabsichtigt. "Mit dieser Bauweise soll das Planungsziel einer langfristigen und nachhaltigen Sanierung erreicht werden, um die Lebensdauer der Straßendecke zu erhöhen", heißt es in der Beschlussvorlage. Gehwege und Parkflächen bleiben grundsätzlich unberührt. Entwässerungsanlagen wie Straßeneinläufe oder Schachtabdeckungen werden bei Notwendigkeit höhentechnisch angepasst. Der neue Belag wird zum Abschluss zwischen Asphaltbefestigungen, Entwässerungsrinnen oder Bordsteinen sowie sämtlichen festen Einbauten wie Schachtdeckeln oder Hydranten verfugt. Mit der Baumaßnahme werden zudem Verkehrsschilder im betreffenden Abschnitt erneuert.

Dort anliegende Medien sind grundsätzlich nicht betroffen. Allerdings, so Tilo Hönicke, will die Sachsen-Energie noch vor Baubeginn Leerrohre verlegen mit Blick auf die Querung der Straße mit Breitbandanlagen. Eine weise und vorausschauende Entscheidung, darüber sind sich die Stadträte im Technischen Ausschuss einig.

Die Instandsetzung der Bahnhofstraße wird insgesamt rund 90.000 Euro kosten. Nachdem der Technische Ausschuss dem Vorhaben am Montag zugestimmt hat, wird er in seiner nächsten Sitzung am 27. September die Bauleistungen vergeben. Die bauausführende Firma wird dann anschließend für den Bauablauf die notwendige verkehrsrechtliche Anordnung beantragen. Dann erst steht fest, wie und in welchem Umfang mit Sperrungen und Beeinträchtigungen zu rechnen ist und ob gegebenenfalls Auswirkungen auf den Busverkehr zu erwarten sind. So oder so: Es wird Einschränkungen geben müssen.

Der untere Abschnitt der Bahnhofstraße bis hin zum Cottbuser Bahnhof ist nicht betroffen. Hier waren erst im Sommer des vergangenen Jahres umfangreiche Straßenerneuerungsarbeiten vonstatten gegangen. Instandgesetzt wurde seinerzeit die Bahnhofstraße zwischen Herrmannstraße und dem ersten Wendeplatz im Bereich des Bahnhofsgebäudes. Der Stadtrat hatte dafür Bauleistungen über fast 300.000 Euro vergeben. Unter anderem verschwand dort das oft klappernde Betonpflaster, wurden neue Fußwege und Begrenzungen gelegt.

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