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Bauverzögerung beim Brückenneubau

Regen und Engpässe bei der Lieferung von Material sorgten am Großenhainer Röderneugraben für eine Zwangspause.

Seit Wochenbeginn wird am Brückenneubau am Röderneugraben wieder gearbeitet.
Seit Wochenbeginn wird am Brückenneubau am Röderneugraben wieder gearbeitet. © Kristin Richter

Großenhain. Ursprünglich sollte die neue Fuß-/Radwegbrücke zwischen Stadtbauhof und dem früheren Gartenschaugelände am Röderneugraben Ende August fertig sein. Doch der Termin ist wahrscheinlich nicht zu halten. "Aufgrund der Arbeitsunterbrechung durch den hohen Pegel in der letzten Woche und des bereits aufgetretenen Bauverzuges wegen Lieferengpässen für die Bewehrungslieferung ist momentan eine Bauverzögerung von insgesamt drei Wochen eingetreten", so Großenhains Rathaussprecherin Diana Schulze auf Anfrage der SZ.

Der Abriss der alten Brücke einschließlich der Unterbauten ist zwar wie geplant im April innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen worden. Auch alle Bohrpfähle für die neuen Brücken-Widerlager sind fertig betoniert. Die Wasserhaltung für die beiden Widerlager ist nach Angaben der Sprecherin ebenfalls hergestellt, die Sauberkeitsschicht ausgeführt.

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Aber: In der vergangenen Woche sei es im Einzugsbereich des Röderneugrabens zu starken Regenfällen gekommen. "Dadurch wurde die im Baustellenbereich eingebaute Verrohrung, die für die Arbeiten notwendig ist, stark überspült und die hergestellte Schotter-Überfahrung teilweise weggeschwemmt", so Diana Schulze. Aus diesem Grund mussten die Arbeiten am Brückenneubau eingestellt werden. Nach dem Absinken des Pegels am Wochenende seien die Arbeiten am Montag wieder aufgenommen worden. Aktuelle Maßnahmen für die Bauleute: Der Schotter auf der Verrohrung muss neu ergänzt und aus der bereits gestellten Schalung für die Widerlager das Schwemmgut entfernt werden. Danach erfolgt die Bewehrungsmontage für das linke Widerlager.

Der Neubau stellt gegenüber dem derzeitigen Dreifeldbauwerk eine Einfeldkonstruktion dar. Durch den Wegfall der beiden Strompfeiler wird die hydraulische Leistungsfähigkeit wesentlich verbessert. Damit kann im Hochwasserfall eine größere Wassermenge schadlos abgeführt werden. Die Brücke ist als Stahlkonstruktion geplant.

Inklusive von Planungskosten entstehen Gesamtkosten von rund 644.000 Euro. Ein Teil der Aufwendungen für die Planung wurde bereits 2018 beglichen. Zusätzlicher Geldsegen kam vom Freistaat Sachsen. Er wird das Bauwerk mit knapp 540.000 Euro bezuschussen.

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