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Böllerei: Großenhain appelliert an Vernunft

Eine Allgemeinverfügung wie in der nahe gelegenen Landeshauptstadt Dresden wird es nicht geben.

Ein lieb gewordenes Ritual zur Begrüßung des neuen Jahres: Auch in Großenhain soll auf Raketen und Böllerei dieses Mal verzichtet werden. Zumindest bittet die Verwaltung darum.
Ein lieb gewordenes Ritual zur Begrüßung des neuen Jahres: Auch in Großenhain soll auf Raketen und Böllerei dieses Mal verzichtet werden. Zumindest bittet die Verwaltung darum. © Archivfoto: Jens Hoyer

Großenhain. Die Röderstadt setzt auf Eigenverantwortung: Wenige Tage vor dem Jahreswechsel beantwortet das Großenhainer Rathaus eindeutig, was in vielen sächsischen Städten bisher noch nicht geregelt ist. Während die Landeshauptstadt am Montag ein Böllerverbot für das gesamte Stadtgebiet verfügt hat, wonach zu Silvester und Neujahr das Abbrennen und Mitführen von Pyrotechnik jeglicher Art untersagt ist, appellieren die Großenhainer Stadtväter an die Vernunft ihrer Einwohner. „Es gelten an beiden Tagen die Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung. Größere Ansammlungen von Menschen sollten ohnehin tabu sein“, erinnert Diana Schulze.

Wie Großenhains Rathaussprecherin betont, bitte man deshalb alle Röderstädter herzlich, auf das Silvesterritual zu verzichten. Auf diese Weise könnten medizinische Einrichtungen entlastet und unzulässigen Gruppenbildungen sowie Brandgefahren eingedenk unschöner Vermüllungen von vornherein vorgebeugt werden. "Wir sind sehr erschrocken, dass die Zahl der Covid-19-Erkrankungen in Großenhain in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen ist", bekennt Diana Schulze im SZ-Gespräch. Tatsächlich wohnen die meisten der aktuell aktiven Infizierten Landkreisbewohner in Riesa (280) und mit 186 betroffenen Personen in Großenhain.

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Nichts zuletzt deshalb solle sich jeder, der noch „Böller-Restbestände“ zu Hause habe, genau überlegen, ob das Anzünden - möglicherweise sogar in größerer Gemeinschaft - tatsächlich notwendig sei beziehungsweise ein Verzicht bessere Dienste erweise. "Wir bitten wirklich jeden Einzelnen darum: Lasst es! Im Interesse aller!"

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