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Breitbandstart in Priestewitz

Am Nauleiser Jugendhaus erfolgte der symbolische Spatenstich für die Glasfaser-Erschließung der Gemeinde.

Spatenstich am Dienstag in Nauleis: Dirk Orlamünder (Sächsisches Wirtschaftsministerium), Jens Schaller (Sachsen-Energie), Bürgermeisterin Manuela Gajewi, Daniel Knohr (AteneKOM-Regionalbüro) und Thomas de Maizière (MdB/von links)
Spatenstich am Dienstag in Nauleis: Dirk Orlamünder (Sächsisches Wirtschaftsministerium), Jens Schaller (Sachsen-Energie), Bürgermeisterin Manuela Gajewi, Daniel Knohr (AteneKOM-Regionalbüro) und Thomas de Maizière (MdB/von links) © Kristin Richter

Priestewitz. Zwei Bitten richtete Thomas de Maiziere am Dienstagvormittag an die Priestewitzer: Nicht über die Verkehrseinschränkungen aufregen, die die Glasfaser-Verlegung in den nächsten Jahren mit sich bringen wird. Und: Das schnelle Internet nicht vor dem Grundstück liegenlassen, sondern einen Anschluss buchen. Die 3.000-Einwohner-Gemeinde gehört zum Wahlkreis des CDU-Bundestagsabgeordneten, und der möchte natürlich, dass die 20 Millionen Euro, die der Staat hier in den Breitbandausbau steckt, möglichst gut angelegt sind. Nach aktuellem Planungsstand sollen in den Ortsteilen 1.300 Haushalte und Gewerbebetriebe erschlossen werden. Das heißt: Für jeden potenziellen Anschluss werden mehr als 15.000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung gestellt.

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Der symbolische erste Spatenstich wurde am Jugendhaus im Ortsteil Nauleis vollzogen. Es sei ein langer und steiniger Weg bis hierher gewesen, sagte die Priestewitzer Bürgermeisterin Manuela Gajewi. Die Gemeinde hatte den Fördermittelantrag für den Breitbandausbau bereits im Jahr 2017 gestellt. Zur Jahresmitte 2018 wurden Modalitäten vom Bund dann noch einmal grundlegend verändert, was erhebliche Unsicherheiten mit sich brachte. Nun hoffe sie, so die Bürgermeisterin, dass die Unterstützung des Freistaates anhält, bis auch die letzten „grauen Flecken“ auf der Breitband-Karte der Gemeinde getilgt sind.

Die Bauarbeiten beginnen mit der Heranführung der Leitungstrassen von Zschauitz, Großdobritz und von der 110-kV-Leitung bei Zottewitz. Der Ortsteil Nauleis sowie die Nachbarn Dallwitz, Altleis und Lenz werden wahrscheinlich zuerst angeschlossen, weil sie vom bereits vorhandenen Knotenpunkt in Zschauitz mit relativ geringem Aufwand versorgt werden können. Mit Ausnahme von Blattersleben, Zottewitz und Medessen sind alle Dörfer im Gemeindegebiet Bestandteil des FTTB-Projekts von Sachsen-Energie, ehemals Enso. (FTTB = Fiber to the Building – Glasfaser bis zum Gebäude). Insgesamt werden 314 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Bis Ende 2024 soll jeder, der einen Anschluss beauftragt hat, an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Die Ortsverbindungen werden überwiegend in geschlossener Bauweise, das heißt durch Bohren und Pflügen hergestellt. Dabei sind sechs Bahn- und 68 Gewässerquerungen zu bewältigen. Nach dem Ausbau stehen Privathaushalten und Gewerbebetrieben Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabits pro Sekunde zur Verfügung.

Für die Bürger ist die Verlegung der Glasfaserkabel bis zum Wohngebäude kostenlos. Die Grundstücksbesitzer werden zunächst angeschrieben und können die Errichtung des Breitbandanschlusses schriftlich beantragen. Vier bis fünf Monate vor der Zuschaltung werden die Bürger von Sachsen-Energie informiert. So bleibt genügend Zeit, einen Produktvertrag abzuschließen und alle Wechselprozesse in die Wege zu leiten. Für Fragen zu Produkten können sich die Priestewitzer an die kostenfreie Telefon-Hotline 0800 5075100 wenden. Online finden Interessenten Informationen unter www.enso.de/glasfaseranschluss oder auf der Homepage der Gemeinde.

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