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Radeburger Platz: Ampelschalte umstritten

Die Möglichkeiten, den Verkehr an dieser Großenhainer Kreuzung sicherer und trotzdem flüssig zu gestalten, sind nach Lasuv-Angaben weitgehend ausgeschöpft.

Nach wie vor umstritten ist die Verkehrsregelung am Radeburger Platz in Großenhain.
Nach wie vor umstritten ist die Verkehrsregelung am Radeburger Platz in Großenhain. © Kristin Richter

Großenhain. Erst vor ein paar Tagen hat es an der Kreuzung Radeburger Platz in der Röderstadt wieder einmal "geknallt". Der Verkehrsknotenpunkt ist seit jeher ein umstrittenes Thema unter den Großenhainern. Immer wieder mal passieren hier Unfälle. Und ein SZ-Leser will jüngst beobachtet haben, dass Linksabbieger aus Richtung Elsterwerda angeblich zur gleichen Zeit "Grün" haben wie Geradeausfahrer in die entgegengesetzte Richtung stadtauswärts. Zudem hagelt es nach wie vor Kritik, dass der einstige "grüne Pfeil" für Rechtsabbieger nach Folbern abgeschafft wurde.

Franz Großmann, Sprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, kennt die Thematik natürlich. Aber er sagt auch: "Der von den Lesern angesprochene Zustand, dass Linksabbieger aus Richtung Elsterwerda und Geradeausfahrer in Richtung Elsterwerda gleichzeitig Grün haben, ist an dieser Kreuzung bereits seit 2008 so." Bei starkem Linksabbiegeraufkommen sei dann eine Phase nachgeschaltet worden, in der, bezogen auf den Kraftfahrzeugverkehr, nur noch die Fahrzeuge aus Richtung Elsterwerda freigegeben wurden.

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Das erfolgte jedoch ohne die Zuschaltung eines entsprechenden Räumpfeiles für den Linksabbieger. "Der Verkehrsteilnehmer konnte dadurch nicht erkennen, dass er dem Verkehr in Richtung Elsterwerda nicht mehr den Vorrang gewähren musste", so Großmann. Das habe "zu Leistungsverlusten an der Kreuzung geführt, aber auch damals schon zu Unfällen".

Räumpfeil für Linksabbieger

Vor fast einem Jahr dann eine "Zäsur". Auf Beschluss der Verkehrsunfallkommission sei der bis zu diesem Zeitpunkt anhaltende Zustand am 30. April 2020 geändert worden. Für den Linksabbieger aus Richtung Elsterwerda wurde dabei neben anderen Veränderungen der Räumpfeil ergänzt, welcher bei Stau in der Linksabbiegespur zugeschaltet wird, und gleichzeitig wird der Gegenrichtung Rot gegeben, so Großmann. "Dieser bedingte jedoch die Demontage des Grünpfeilschildes in Richtung Folbern." Das erfolgte ebenfalls am 30. April 2020.

Um dem dadurch entstandenen verringerten Verkehrsfluss in Richtung Folbern entgegen zu wirken, wurden am 23. November 2020 weitere Anpassungen am Programm vorgenommen. Diese führten zu einer verlängerten Freigabezeit für diesen Rechtsabbiegestrom", erklärt der Lasuv-Sprecher. Die Möglichkeiten, den Verkehr an dieser Kreuzung sicherer zu gestalten, ohne dabei die Flüssigkeit des Verkehrs weiter zu beeinträchtigen, seien damit weitestgehend ausgeschöpft.

Kreuzung steht weiter unter Beobachtung

Die Entwicklung der Verkehrssituation an der Kreuzung Radeburger Platz wird sowohl seitens des Lasuv als auch seitens der Verkehrsbehörde der Stadt Großenhain weiter beobachtet, so Franz Großmann. Das hatte auch der zuständige Bereichsleiter im Sachgebiet Kultur und Ordnung im Großenhainer Rathaus, Matthias Schmieder, im Spätherbst angekündigt.

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