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Derzeit keine Gespräche mit der Bahn

Großenhain beharrt auf den Lückenschluss für den Schallschutz in Zschieschen. Die Wände waren beim Streckenausbau "vergessen" worden.

Von Thomas Riemer
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Seit zwei Jahren hat sich nichts getan hinsichtlich des Schallschutzes für die Bürger in Zschieschen.
Seit zwei Jahren hat sich nichts getan hinsichtlich des Schallschutzes für die Bürger in Zschieschen. © Kristin Richter

Großenhain. Bürgermeister Tilo Hönicke sieht derzeit keinen Anlass, mit der Deutschen Bahn über den zweiten Abschnitt des Ausbaus der Strecke Berlin-Dresden nahe Zabeltitz zu sprechen. Erst müsse die Bahn die noch offenen Probleme des ersten Bauabschnitts im Bereich Großenhain erledigen, sagte er zur jüngsten Stadtratssitzung.

Linken-Stadtrat Harald Kühne, gleichzeitig Sprecher der Großenhainer Bürgerinitiative gegen Bahnlärm, hatte die "Lärmschutz-Lücke" im Bereich der Florian-Geyer-Straße in Zschieschen in Erinnerung gebracht. Hier war offenbar in der Planung "vergessen" worden, auf rund 370 Metern Lärmschutzwände zu bauen. Daraufhin schlossen sich die Anwohner zu einer Bürgerinitiative zusammen und forderten von der Deutschen Bahn sowie in einer Petition an den Bundestag umgehend Schallschutzmaßnahmen für ihre Wohnsiedlung.

Das Fazit: Es musste im Februar 2019 ein weiterer Planfeststellungsbeschluss für die Lärmschutzwanderweiterung erteilt werden, die Baumaßnahme soll nun voraussichtlich im Jahr 2021 stattfinden. Bislang ist jedoch nicht bekannt, wann die Deutsche Bahn ihre Zusage einlösen will.