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Deutscher Kita-Preis bald in Priestewitz?

Der Lustige Tausendfüßler e. V. aus Böhla-Bahnhof zählt zu den 25 Nominierten, die jetzt für die Auszeichnung nominiert wurden.

Das Kinderhaus "Lustiger Tausendfüßler e. V. " im Priestewitzer Ortsteil Böhla-Bahnhof darf sich freuen. Nun gilt es, gewissermaßen in die Endrunde zu rudern.
Das Kinderhaus "Lustiger Tausendfüßler e. V. " im Priestewitzer Ortsteil Böhla-Bahnhof darf sich freuen. Nun gilt es, gewissermaßen in die Endrunde zu rudern. © Foto: Kristin Richter

Priestewitz/Berlin. Wenn das kein Grund ist, eine Gummibärchentorte zu schlachten: Mehr als 1.200 Kindergärten und lokale Bündnisse haben sich für den Deutschen Kita-Preis 2021 beworben. Am Donnerstagvormittag wurde nun bekannt gegeben, wer tatsächlich für die Auszeichnung nominiert worden ist. Und die Überraschung im Landkreis Meißen dürfte einigermaßen groß gewesen sein. Neben einem Dresdner Kindergarten und der "Erfinderkiste" aus Oderwitz dürfen sich die Lustigen Tausendfüßler e. V. aus dem Priestewitzer Ortsteil Böhla-Bahnhof freuen. Die auch in der Region sehr beliebte Einrichtung zählt zum Kreis all derer, die darauf hoffen darf, eine Runde der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiierten Auszeichnung weiter zu kommen. "Wir freuen uns jetzt schon riesig", bekennt Leiterin Sandra Herzenberger im SZ-Gespräch. 

Im Dezember würden dann die 20 Finalisten des Deutschen Kita-Preises 2021 bekanntgegeben. Diese zehn Kitas und zehn Bündnisse werden Anfang nächsten Jahres von Expertinnen und Experten besucht, die sich ein umfangreiches Bild von der Arbeit vor Ort machen.  Anschließend bestimme eine unabhängige Fachjury, wer mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet wird. Welche Kita darüber hinaus den ELTERN-Sonderpreis erhält, werde im April 2021 in einem öffentlichen Online-Voting ermittelt.

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Der Deutsche Kita-Preis wird seit 2018 einmal jährlich in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ verliehen. Die Auszeichnung ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta-Verband. 

Wer eine der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich im Frühjahr 2021. Der Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert. Die Erstplatzierten der beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ werden mit jeweils 25.000 Euro geehrt. Vier weitere Einrichtungen und vier weitere Initiativen können sich über jeweils 10.000 Euro freuen.

Die Initiatoren des Deutschen Kita-Preises haben die 40 Anwärter gemeinsam mit Fachleuten der Internationalen Akademie Berlin (INA) und der Hochschule für angewandte Pädagogik (HSAP) ausgewählt. Die Nominierten kommen dabei aus dem gesamten Bundesgebiet: Jeweils fünf aus Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Niedersachsen ist mit vier Anwärtern vertreten, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein mit jeweils drei. Aus Hessen und Rheinland-Pfalz stammen jeweils zwei Nominierte. Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind mit jeweils einem Bündnis oder einer Kita dabei. 

Nominierte Kitas wie der "Lustige Tausendfüßler" seien nun eingeladen, weitere Unterlagen einzureichen, in denen sie ihre Stärken umfassend präsentieren können. Im Auswahlprozess würden die Experten vor allem darauf achten, wie sich die pädagogische Arbeit an den verschiedenen Bedürfnissen der Kinder orientiert und inwiefern Kinder, Eltern und Mitarbeitende im Alltag mitwirken könnten. Entscheidend sei zudem, inwieweit die Kita- und die Bündnisteams ihre Arbeit weiterentwickelten und ob Institutionen aus dem Umfeld einbezogen würden, um den Heranwachsenden durch verschiedene Kooperationen vielfältige Lernangebote anzubieten.  

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